An der Sommer-Gemeindeversammlung in Eiken wird der Baukredit für den neuen eingeschossigen Vierfachkindergarten nahe der Schule zur Beschlussfassung vorgelegt. Kann sich die Gemeinde die 6,8 Millionen Franken für den Bau leisten? Muss der Steuerfuss deshalb erhöht werden? Auf ...
An der Sommer-Gemeindeversammlung in Eiken wird der Baukredit für den neuen eingeschossigen Vierfachkindergarten nahe der Schule zur Beschlussfassung vorgelegt. Kann sich die Gemeinde die 6,8 Millionen Franken für den Bau leisten? Muss der Steuerfuss deshalb erhöht werden? Auf solche und andere Fragen wollten die rund 60 Personen am Infoabend von Donnerstag Antworten. (sh)
Grosses für die Kleinen geplant
Läuft alles nach Plan, wird der Eiker Gemeinderat der Sommergemeindeversammlung den Baukredit für den neuen Vierfachkindergarten zur Beschlussfassung vorlegen. Das 6,8 Millionen Franken teure Vorhaben stösst auf grosses Interesse – und wirft Fragen auf. Das zeigte sich am Informationsabend deutlich.
Susanne Hörth
Sowohl baulich als auch hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung befindet sich Eiken klar auf Wachstumskurs. Bereits heute hat die Gemeinde die kantonale Prognose für 2030/31 mit rund 2600 Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht. Für die kommenden Jahre wird weiterhin von einem jährlichen Wachstum von 1 bis 1,5 Prozent ausgegangen. Damit steigen auch die Schülerzahlen – mit direkten Auswirkungen auf die Schulinfrastruktur.
Schon seit Längerem stossen die bestehenden Kindergartenräume an ihre Grenzen. Zurzeit, so Gemeindeschreiber Marcel Notter, verteilen sich die Kinder auf drei Kindergärten, von denen einer lediglich eine Notlösung darstellt. Die Idee einer zentralen Lösung in unmittelbarer Nähe zur Schule gewann daher zunehmend an Bedeutung.
Bereits an der Sommergemeindeversammlung 2024 wurde ein Kredit von 220 000 Franken für die Gesamtsubmission eines neuen Vierfachkindergartens genehmigt. Nach Abschluss des Verfahrens ging das Projekt der Firma Schärholzbau AG aus Altbüron als Sieger hervor. Rund 60 Personen liessen sich am Donnerstagabend vom Gemeinderat über das Vorhaben informieren.
Besorgte Stimmen aus der Versammlung fragten: «Können wir uns das überhaupt leisten?» oder «Müssen die Steuern erhöht werden?» Marcel Notter stellte klar, dass der Bau des neuen Kindergartens nicht zu einer Erhöhung des Steuerfusses führen werde. Angesichts der aktuellen baulichen Entwicklung sei der Gemeinderat überzeugt, dass die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren deutlich steigen werden.
Der weitere Zeitplan
Sagt die Gemeindeversammlung am 26. Juni Ja zum Baukredit, wird das Baugesuch im Herbst öffentlich aufgelegt. Verläuft anschliessend alles wie geplant, soll der Baustart im Sommer 2027 erfolgen. Ab Frühjahr 2029 könnte der neue Kindergarten dann mit Kinderlachen erfüllt sein.