Schülerinnen und Schüler und ihre Angehörigen hatten an der Berufsmesse in Rheinfelden die Möglichkeit, sich mehr als 70 Berufe näher anzuschauen.
Janine Tschopp
60 Firmen aus der Region nahmen am vergangenen Freitag und Samstag an der Berufsmesse ...
Schülerinnen und Schüler und ihre Angehörigen hatten an der Berufsmesse in Rheinfelden die Möglichkeit, sich mehr als 70 Berufe näher anzuschauen.
Janine Tschopp
60 Firmen aus der Region nahmen am vergangenen Freitag und Samstag an der Berufsmesse «Schule trifft Wirtschaft» in Rheinfelden teil. Am Freitag kamen rund 500 Achtklässlerinnen und Achtklässler aus Rheinfelden und Möhlin im Klassenverband und erkundigten sich spezifisch über Berufe, die für sie in Fragen kommen. Nach Impulsreferaten durch Berufsbildnerinnen und Berufsbildner begaben sich die zukünftigen Fachkräfte an die Stände der ausgewählten Berufe und besprachen in 20-Minuten-Slots ihre vorbereiteten Fragen.
Am Samstagvormittag war die Messe für alle Oberstufenschüler (7. bis 9. Klasse) aus Rheinfelden und Möhlin sowie für ihre Eltern und Begleitpersonen offen. Die Besuchenden zirkulierten frei und orientierten sich an den Ständen über die verschiedenen Berufe. Wie sieht der Alltag aus? Was muss man mitbringen? Welche Wege führen zu diesem Beruf? Welche Möglichkeiten gibt es in Zusammenhang mit Schnupperlehren und Lehrstellen?
Vielfältige Auswahl direkt vor der Haustüre
«Ich interessiere mich für einen handwerklichen Beruf», sagte ein Siebtklässler im Gespräch mit der NFZ und meinte weiter: «Ich finde, es hat hier eine sehr grosse Auswahl an spannenden Berufen.» Auch von vielen Eltern gab es am Samstagvormittag positive Rückmeldungen. Das Gewerbe vor Ort zu haben und direkt vor der Haustüre Einblick in so viele Berufe zu erhalten, wurde sehr geschätzt. Eine Mutter meinte: «Es ist toll, dass die Jungen die Informationen nicht nur von den Lehrpersonen, sondern von Menschen erfahren, die den Beruf selber mit Leidenschaft ausüben.» Auch von Berufsbildnern kamen positive Rückmeldungen. «Wir müssen Sorge tragen zu unserem dualen Bildungssystem. Es ist wichtig, dass die jungen Menschen schon früh lernen, in einem Betrieb zu arbeiten», meinte Benno Keller, Birchmeier Kies + Beton AG. Auch Marco Ruflin, Lanz AG Gartenbau, lobte die Berufsschau: «Für uns ist es eine gute Möglichkeit, uns mit anderen Berufsbildnern zu vernetzen und Ideen auszutauschen.»
Samstag hat noch Potential
Das OK von «Schule trifft Wirtschaft» besteht aus den Gewerbevereinen im unteren Fricktal gemeinsam mit den Schulleitungen der Oberstufe Möhlin und Rheinfelden sowie mit «ask! - Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf». Am Samstagmittag zeigten sich die Organisatoren zufrieden. Roger Buser, Bildungsverantwortlicher beim Gewerbeverein Rheinfelden, meinte im Gespräch mit der NFZ: «Es ist toll, dass wir auch Nischenberufe wie zum Beispiel Ofenbauer oder Recyclist zeigen konnten.» Das Fazit von OK-Präsidentin Anita Kym war ebenfalls positiv: «Es ist schön, dass so viele Firmen dabei waren.» Gefreut hat die Organisatoren auch, dass zukünftige Fachkräfte, die am Freitag im Klassenverband an der Berufsmesse waren, am Samstag mit ihren Eltern wiederkamen. Trotzdem habe der Samstag noch Potential. «Der Samstag darf noch wachsen», meinte Kym und würde sich freuen, wenn noch mehr junge Menschen mit ihren Angehörigen die Gelegenheit nutzen würden, die grosse Berufsvielfalt in der Region näher anzuschauen.