Ein durchdachtes Raumkonzept
05.02.2026 WittnauIn Wittnau wird an der Sommergemeindeversammlung, 11. Juni, über das Projekt «Schulraumplanung und neue Turnhalle» abgestimmt. Am Dienstagabend konnte sich die Bevölkerung umfassend informieren lassen.
Vreni Weber
Damit der Bevölkerung genügend ...
In Wittnau wird an der Sommergemeindeversammlung, 11. Juni, über das Projekt «Schulraumplanung und neue Turnhalle» abgestimmt. Am Dienstagabend konnte sich die Bevölkerung umfassend informieren lassen.
Vreni Weber
Damit der Bevölkerung genügend Zeit zur Meinungsbildung über die «Schulraumplanung und neue Turnhalle» bleibt und eventuelle Eingaben noch vor dem Ver fassen der Gemeindeversammlungsvorlage bis Ende März diskutiert werden können, luden der Gemeinderat, die Arbeits - gruppe Schulraumplanung und die beiden involvierten Architekturbüros gestern zur Informationsveranstaltung ein.
Die zur Schulraumplanung eingesetzte A rbeitsgruppe mit Christine Stolz (Schule), Mike Aeschbacher (IG Turnhalle), Luisa Walde (Finanzkommission), Urs Nadler (Hauswart), Oliver Hassler (Gemeinderat Schule), Niklaus Beck (Gemeinderat Öffentliche Bauten, Vorsitz), unter Beratung vom Architekturbüro Lenzin Partner Architekten AG, Laufenburg, klärte im vergangenen Jahr im Austausch mit den verschiedenen Anspruchsgruppen die Bedürfnisse ab. Sie digitalisierte die Pläne und erarbeitete zuhanden des Gemeinderates ein umfassendes Raumkonzept.
Grosse Bedürfnisse
Im Kindergarten sind in den Raumzimmern Rückzugsmöglichkeiten geplant. Auch ist die Lärmdämmung, sowie die Isolation des Bodens im Garderobenraum EG geplant. Im Schulhaus sollen die Gruppenräume direkt aus den sechs Klassenzimmern möglich werden. Weiter braucht es zwei Zimmer für textiles und technisches Gestalten, sowie ein Zimmer für die schulische Heilpädagogie. Auch brauchen die Räume für Schulleitung und Sekretariat und das Lehrer- und Vorbereitungszimmer ihren Platz. Bei einer Klassengrösse von durchschnittlich 15 Kindern fehlt es im Kindergarten sowie im Schul bereich an Gruppenräumen. Diese Räume könnten für die Zusatz betreuungen wie Deutschzusatz oder Schulsozialarbeit gebraucht werden.
Zudem sind an beiden Orten die energetischen Dachsanierungen und die behindertengerechten Toiletten ein Thema. In der Konzeptplanung ist zudem ein möglicher Anbau für zwei weitere Schul- und Gruppenräume vorgesehen, falls die Kinderzahlen ansteigen würden.
Gemeindehaus und Turnhalle
Am Gemeindehaus aus dem Jahre 1849, welches ins Inventar der kantonalen Denkmalpflege gehört, werden nur die dringendsten energetischen und betrieblichen Optimierungen ausgeführt. Dominik Lenzin, von Gautschi Lenzin Schenker Architekten AG aus Aarau, stellte den geplanten Turnhalle-Neubau vor. Eine Halle mit einer Fläche von 16 mal 28 Metern, einer Raumhöhe von 7 Metern, mit Geräteräumen mit 6 Metern Tiefe, einem direkten Zugang zur Bühne, einem behindertengerechten Lift und vielem mehr. Die neue Halle entspricht den heutigen Anforderungen und ist laut Verantwortlichen eine Bereicherung für das Dorf.
Weitsichtige Finanzplanung
Da man aufgrund der genauen Bedarfsabklärung, Analyse und Planung weiss, was Sache ist, rechnet die Gemeinde mit Investitionen von 11,71 Millionen Franken. Gemäss Finanzplan kann das vorgeschlagene Projekt, wie vorgestellt, gesamthaft umgesetzt werden. Eine Investitionsreserve von 200 000 Franken für A llgemeines und 200 000 für Strassenbau sowie der rund 5 Millionen schwere Vorfinanzierungstopf helfen mit, die Finanzlage stabil zu halten. Auch wenn eventuell 2029/2030 die vom Kanton vorgegebene Schuldengrenze erreicht oder gar leicht überschritten ist, soll die Verschuldung ohne Steuerfusserhöhung getragen werden.
Nach der Fragerunde informierte Niklaus Beck, dass nach der Sommergemeinde am 11. Juni, bei Zustimmung zum Ausführungskredit, die Phasen der Vor- und Bauprojekte und Submissionen beginnen können. Der Baustart ist auf Mitte Februar 2028 geplant und Mitte Oktober 2029 sollte das Gesamtprojekt abgeschlossen sein.

