Ein Debakel
20.08.2026 LeserbriefeMeine zwei Leserbriefe über das Verhalten der städtischen Baubehörde im Zusammenhang mit der mutmasslichen Nichteinhaltung der mit der «Baubewilligung» erteilten Auflagen durch die Tierstein AG bezüglich der Rückbauarbeiten (Gottesackerweg) hat für ein ...
Meine zwei Leserbriefe über das Verhalten der städtischen Baubehörde im Zusammenhang mit der mutmasslichen Nichteinhaltung der mit der «Baubewilligung» erteilten Auflagen durch die Tierstein AG bezüglich der Rückbauarbeiten (Gottesackerweg) hat für ein mediales Echo und Gespräche in der Stadt Rheinfelden gesorgt. Anerkannte Fachexperten, die sich seinerzeit gegen die Bewilligung des Baugesuches aussprachen, gratulierten und dankten für meinen Einsatz. Auch sie drückten ihre Besorgnis aus wie sich die Baubehörde und deren Vorsteherin, die das Ressort Bauwesen seit vier Jahren verantwortet, in dieser Angelegenheit verhält. Ist es fehlende Einsicht oder fehlender Mut, begangene Fehler zu korrigieren? Oder ist es schlicht und einfach Überforderung? Versucht man im Rathaus diesen Fehler einfach «auszusitzen»?
Das jetzige Debakel wurde durch das Verhalten der städtischen Entscheidungsträger vom Anfang des Baubewilligungsverfahrens an vermasselt. Die Behörden hatten es unterlassen, beim Amt BUV eine Begutachtung, bzw. Prüfung der Verkehrssituation in dieser Begegnungszone einzuholen. Dies wurde seinerzeit von den Einsprechenden verlangt. Doch die städtische Baubehörde blieb untätig, tat dies nicht mit den Folgen, die heute grosse Probleme verursachen. Die Baubehörde hat den Interessengegensatz zwischen der Bauherrin und den Nachbarn bzw. den betroffenen Anwohnern nicht gelöst, sondern durch ihre Untätigkeit, bzw. Verweigerung unnötigerweise verschärft. Bemüht sich denn aus dem Regierungskollegium niemand und versucht die unselige und unverständliche Angelegenheit zu korrigieren? Ich kenne nur die Reaktion eines darauf angesprochenen Stadtrates: «Das ist nicht mein Ressort, das geht mich nichts an!». Auch die politischen Parteien von links bis rechts schweigen und nehmen in Kauf, dass die «schützenswürdige Ansicht der Schanze» verschandelt wird.
Mir wurde vom Rathaus zugetragen, dass in der unsäglichen Angelegenheit nur noch der Stadtschreiber, Herr Roger Erdin, für die Kommunikation zuständig sei. Stimmt das? Und die Frage sei erlaubt: Warum dieses geheimnisvolle Getue? Ist Herr Erdin jetzt auch noch der Baufachspezialist, ist die städtische Baubehörde mit deren Vorsteherin, Frau Rohrer, nicht selbst in der Lage, ehrliche und korrekte Auskünfte zu erteilen?
Wenn das mir Zugetragene stimmt, muss man sich nicht wundern, wenn das wenige Vertrauen in die Baubehörde jetzt auch noch verloren geht.
HANSRUEDI MEIER, RHEINFELDEN
