Manchmal braucht es einfach jemanden, der ein grosses Wissen hat, interessante Geschichten erzählen kann und schon kann ein Ort mit neuen Augen gesehen werden.
Urs Frei, der in Effingen aufwuchs, unterstützte die Kulturkommission bei ihrem Anliegen, die Dörfer und die ...
Manchmal braucht es einfach jemanden, der ein grosses Wissen hat, interessante Geschichten erzählen kann und schon kann ein Ort mit neuen Augen gesehen werden.
Urs Frei, der in Effingen aufwuchs, unterstützte die Kulturkommission bei ihrem Anliegen, die Dörfer und die Einwohner der 2022 fusionierten Gemeinde Böztal gemeinsam kennenzulernen. Mit viel Herzblut teilte er seine enormen Kenntnisse mit den Mitwandernden. Seine Geschichten und Mythen weckten die Neugier, beflügelten die Fantasie und öffneten Blickwinkel, die sonst verborgen geblieben wären. Ob alte Mauern, Zitate aus alten Schriften, das Leben einst und jetzt, prägende Persönlichkeiten, die lebendige Dorfgeschichte oder die einmalige Natur, alles fand bei ihm seinen Platz.
Ausgangspunkt der dritten Abendwanderung war die Alte Trotte. Ausgiebig konnte vom Vorplatz der Kreiselschmuck von Daniel Schwarz bestaunt werden. Beim Dorfbrunnen zeigte er mit einer gemäss den Ausgrabungen nachgestellten Skizze, wie die ehemalige Kapelle ausgesehen haben muss. In allen Farben schilderte er, was sich einst im Gasthaus zur Glocke alles abgespielt hatte. Beim Bollhof machte er anhand alter Fotos den Verlauf der Verbindungsstrassen über den Bözberg und die Ergebnisse der Güterregulierung sichtbar. Die Alphornklänge «Am Rugen», geschrieben vom ehemaligen Lehrer und Grossrat Ernst Bopp, wurden Heinz Waefler mit grossem Applaus verdankt. Bei einem kühlen Glas Wein stellte Sibylle Büchli den sechs Hektar grossen Weinbaubetrieb vor.
Über aussichtsreiche Wege führte die Wanderung zum «Brötliplatz am Rugen». Dort wartete ein herrlicher Apéro auf die Wandergruppe. Stimmige Alphornklänge, die wertvolle Ansichtskartensammlung von Marc Deiss, interessante Begegnungen und gute Gespräche machten den Abend besonders. Die neuformierte Kulturkommission dankte Urs Frei, Hedy Kindler Auf der Maur, Vreni Weber und der Familie Käser für deren Einsatz. Die Mitwandernden, ob aus Bözen, Effingen, Elfingen oder Hornussen waren sich einig, das Dorf hat wirklich etwas zu bieten. Das Obere Fricktal ist ein Ort voller Geschichte, ein Wanderparadies, ein Naturerlebnis und ein Rückzugsort. Die Neugier auf die vierte und letzte Wanderung, am Freitag, 4. September, in Elfingen, ist geweckt. (vwe/)