E Bundeshuus-Bsuech in Bärn
24.04.2026 LeserbriefeIm März gseh ich es Inserat in dr NFZ es schtoht, dass es nit vill Plätz zum mitgoh hett! E Bsuech im Bundeshuus, das isch die Glägeheit «ich mäld eus a», han ich zu mim Ma denn gseit. Am Fritig, 17. April, wirds ändlich wohr, die Carreis ins Bundeshuus ...
Im März gseh ich es Inserat in dr NFZ es schtoht, dass es nit vill Plätz zum mitgoh hett! E Bsuech im Bundeshuus, das isch die Glägeheit «ich mäld eus a», han ich zu mim Ma denn gseit. Am Fritig, 17. April, wirds ändlich wohr, die Carreis ins Bundeshuus schtoht bevor. Mit em Bus vo Kaufmanns gohts nach Bärn, dr Stefan fahrt mit eus zmitts dure Schtadtchärn. Vor em Bundeshuus müend mir no e bitz warte bis dr Christoph Riner dr Rundgang cha schtarte. Zerscht müend mir in d’Kolonne vor em Hinterigang schtoh, als Bsuecher muesch villi Kontrolle über die lo ergoh. Wie am Flughafe wirsch denn dure tscheckt, öb irgendwo öppis hesch verschteckt. Denn i däm grosse ehrwürdige Huus gönd dr Bundesrot und d’Parlamentarier i und us. Dr Christoph wird eus alles übers Bundeshuus verzelle, mir dörfe ihm jederzyt eusi Froge schtelle. Denn schtöhnd mir ändlich i dr Kuppelhalle. Do händ eus die drei Eidgenosse bsunders gfalle: Ächt, will si dr Bundesbrief in ihre Händ hei? Si sig 24 Tonne schwer us Botticino-Chalch-Schtei. Zwei langi Schtäge füehre in d’Obergschoss, vier Bronze-Schtatue schtöhnt uf Pföschte, läbensgross. Dr Dütschschwyzer, dr Rätoroman, dr Romand, dr Tessiner bewache, bewaffnet mit Zweihänder, Hellebarde und Lanze die Sache. In dr Glasdecki isch s’Schwyzerwappe, im Zenit ringsum 22 Kantonswappe, wills denn so vill git. 1978 wird denn s’Wappe vom Jura izoge, obe in dr Mitti vom südliche Gurtboge. Denn göhnd mir in Saal vom Schtänderot zwei Persone vo jedem Kanton säge, dört was goht. Also 46 Lüt, dr Schtänderot und sini zwei Vize, Protokollfüehrer, Rotssekretär und Bundesröt dörfe dört sitze. An dr Decki hangt en Chronlüchter, 1,5 Tonne schwer, 208 Glüehbire zellt das prachtvolle Lampe-Meer. In Gold sind d’Johreszahle vo dr Verfassig gschriebe drmit die verflossene Gschichte in Erinnerig bliebe. Im Nationalrotssaal tüent 200 Parlamentarier sitze und bi de Vorträg ihri Ohre schpitze. Die vom Volk gwählte Politiker wänds probiere, öb ihri Parteivorschläg günne oder verliere. Alli Tisch si mit ere Nummere verseh, usser an eim chönnsch en Name gseh: Elisabeth Blunschy-Steiner isch igrafiert, die erschti Frau wo nach dem Fraueschtimmrächt do parliert. E Glogge ghörsch, wenns ums Abschtimme goht, sigs als National- oder Schtänderot. Tuet en tiefe Ton erklinge, müend die vom Nationalrot zum Saal schpringe. Ghört me im Huus e höchi Glogge macht sich dr Schtänderot uf d’Sogge. D’Wandelhalle tuet dr Nationalrotssaal uf dr Südsyte umschliesse au mir dörfe dä Empfangs- und Gselligkeitsruum gniesse. Zu nere Bärnerplatte und derzue Aargauer-Wy ladet eus zum Schluss die Neui Fricktaler Zytig i. An dere Schtell: allne ganz e härzliche Dank für de tolli Dag und für Spys und Trank. Und dänked dra, mir händs in de Händ, wem mir eusi Schtimm geh wänd! «E Demokratie foht im Chliene a», hänkt dr Walter Herzog dra!
ERIKA HUGENTOBLER-LÜTZELSCHWAB, MAGDEN
