«An einem mir bekannten Ort in Wallbach brütete diesen Frühling, wie schon letztes Jahr, eine Waldohreule. Eines Abends im April besuchte ich den Ort, um zu schauen, ob die kleinen Eulen schon aus dem Nest schauen.»
Ich sah dann, dass die adulte Eule am Boden sass, was ungewöhnlich ...
«An einem mir bekannten Ort in Wallbach brütete diesen Frühling, wie schon letztes Jahr, eine Waldohreule. Eines Abends im April besuchte ich den Ort, um zu schauen, ob die kleinen Eulen schon aus dem Nest schauen.»
Ich sah dann, dass die adulte Eule am Boden sass, was ungewöhnlich ist. Ich dachte, sie sei vielleicht verletzt und ging etwas näher auf sie zu. Die Eule flog dann auf einen nahegelegenen Baum – sie war also nicht verletzt.»
Begegnung mit dem Küken
Doch dort, wo das Tier eben noch am Boden sass, sah Roger Forrer, was los war: ein Waldohreulen-Küken. «Es war noch so klein, dass es noch nicht klettern oder f liegen konnte und somit am Boden gefangen war. Ich bin nicht sicher, ob die Eulen-Mutter das Kleine am Boden hätte über längere Zeit beschützen können. Es wäre wohl eine einfache Beute für Fuchs oder andere Raubtiere geworden.»
«Zusammen mit einem Vorstands-Kollegen vom Natur- und Vogelschutz Möhlin haben wir entschieden, ein Körbchen auf eine nahegelegene Hecke zu installieren und das Kleine reinzusetzen», erzählt Roger Forrer. Und siehe da: Das Ersatznest wurde von der adulten Eule angenommen und das Kleine im Körbchen weiter gewärmt und versorgt.
Einige Tage später …
«… fand ich das Körbchen leer vor und der kleine Ästling sass ein wenig weiter oben im Baum.» Und gab es schliesslich ein Happy End, wie Roger Forrer verrät: «Mit jedem Tag war das Kleine weiter oben in den Bäumen. Die Rettungsaktion war also erfolgreich, was mich sehr freut!»