Der «Bergmuni» zieht ins neue Feuerwehrmagazin
22.09.2026 HellikonWas im Jahr 2019 mit einer ersten Sitzung begann, ist nun vollbracht: Die Feuerwehr Wabrig hat ihr neues Magazin eingeweiht und ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen.
Hans Zemp
Im Jahr 2010 wurde aus den drei Feuerwehren Zuzgen, Hellikon und Wegenstetten für das Wegenstettertal ...
Was im Jahr 2019 mit einer ersten Sitzung begann, ist nun vollbracht: Die Feuerwehr Wabrig hat ihr neues Magazin eingeweiht und ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen.
Hans Zemp
Im Jahr 2010 wurde aus den drei Feuerwehren Zuzgen, Hellikon und Wegenstetten für das Wegenstettertal die Feuerwehr Wabrig gegründet. Hellikon wurde als Hauptstandort gewählt. Bald war klar, dass die bestehenden Räumlichkeiten und Einrichtungen nicht mehr genügten, dass nachgebessert werden musste. So wurde in dieser Angelegenheit feuerwehrintern eine erste Sitzung anberaumt. Im gleichen Jahr erhielten die Gemeinderäte der drei Gemeinden im Einzugsgebiet ein Positionspapier vorgelegt. Dann war bis 2023 wieder mehr oder weniger Ruhe.
Gründung des Verbands
Am 4. Januar 2023 führten die beiden Feuerwehrvertreter Heiko Herzog, er ist seit dem 1. Januar 2023 Kommandant der Feuerwehr Wabrig, und Philippe Vuillaume mit den Vertretern der drei Gemeinden Gespräche. Das gewünschte Projekt stellte einige Anforderungen. Um möglichst vielen davon gerecht zu werden und wegen der rechtlichen Absicherung gründete man den Feuerwehrverband Wabrig. Am 4. Januar 2023 erhielt Heiko Herzog den Auftrag, zusammen mit Vizekommandant Marco Schlienger und seinen Leuten die Gründung des Verbandes vorzubereiten. Mit zu den Aufgaben gehörten die Planung des neuen Feuerwehrmagazins und die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. Auf den 1. Januar 2024 wurde der Feuerwehrverband gegründet. Dies nach Vorarbeiten und ersten Informationsveranstaltungen in jedem Dorf. Die drei Gemeindeversammlungen im Verbandsgebiet bewilligten die Kredite von 2,8 Millionen Franken für das Feuerwehrmagazin und 550 000 Franken für das Feuerwehrfahrzeug. Die Gebäudekosten wurden gedrittelt, die Kosten für das Mobiliar nach Einwohnerzahlen aufgeteilt. Mit der Einhaltung der projektierten Kosten sehe es gut aus, sagt Marco Schlienger. Für die Gemeinden werden sich die Kosten weiter reduzieren, weil gemäss geltenden Richtlinien von der AGV noch namhafte Beiträge erwartet werden.
Die Ausrüstung ist zweckmässig
Am 18. Juli dieses Jahres konnte die neue Anlage durch die Feuerwehr Wabrig zur Freude des ganzen Korps übernommen werden. Im neuen Magazin hat man eingebaut: Einstellhalle mit fünf Gassen, Lagerraum mit Werkstattbereich, Kommandoraum, Sitzungs- und Schulungsraum, Raum für Atemschutz und dessen Wartung, Gefahrengutsraum mit Treibstofflager, diverse Garderoben- und Nasszelleneinheiten sowie einen Technikund einen Aufenthaltsraum mit Küche. «Das neue Fahrzeug ist optimal gebaut für das Einsatzgebiet mit vielen abgelegenen Höfen und langen Wegen. Auch die Wasserversorgung ist nicht überall hervorragend. Aber die 3000 Liter Wasser im Tank genügen für den Ersteinsatz», sagt Marco Schlienger.
Vergangenen Samstag konnte die ganze Anlage der Feuerwehr Wabrig an einer Einweihungsfeier offiziell übergeben werden. Von den «Beschenkten» wussten Kommandant Heiko Herzog und sein Stellvertreter Marco Schlienger einige spannende Informationen zu vermitteln. Unter die Gratulanten reihten sich nicht nur der Gemeindeammann der Gastgebergemeinde, Andreas Hasler, und die Vertreterin der Lieferfirma des Feuerwehrfahrzeuges ein, auch von Seiten Versicherungsamt waren mit Feuerwehrinspektor Reto Graber und dem Präsidenten des Aargauer Feuerwehrverbandes, Fabian Engel, Vertreter anwesend.
Der «Bergmuni» ist stark
Der Regisseur der Feierlichkeiten, Marco Schlienger, erinnerte in seinen Worten daran, dass der Beschaffungsprozess des Fahrzeuges «Bergmuni», dies der Name des neuen Feuerwehrfahrzeuges, kein Spaziergang gewesen sei, zumal einige bedeutende Faktoren in die Beurteilungen mit einbezogen werden mussten. «Ein Fahrzeug ist immer nur so gut wie die Mannschaft, die es bedient.» Gemeindeammann Andreas Hasler freut sich am gelungenen neuen Feuerwehrmagazin. Er erinnerte daran, wie viel geplant, besprochen und bereinigt werden musste, bevor man nun im gelungenen neuen Bauwerk seine Aufgaben erfüllen kann. «Wir dürfen stolz sein auf das neue Zuhause der Feuerwehr und auf das, was geschaffen wurde.» Reto Graber ist beeindruckt von den erbrachten Leistungen der Leute, die Dienst leisten. In seiner Grussbotschaft erinnert Fabian Engel daran, dass seit 1632 in Zuzgen, Wegenstetten und Hellikon harte Vorkommnisse zu beklagen waren. Feuer und Kriege brachten der Bevölkerung schwere Zeiten. Er lobt darum den heutigen gemeinsamen Brandschutz der Feuerwehr Wabrig. Im anschliessenden gemütlichen Teil feierten die vielen anwesenden Besucherinnen und Besucher aus dem Tal und der näheren Umgebung den besonderen Anlass.


