Das Golfzentrum Rheinfelden ist in neuen Händen
15.10.2026 RheinfeldenBesitzer haben viele Pläne
Neuer Wind beim Golfzentrum Rheinfelden: Marcel Allemann und Roland Fürer haben den Betrieb per Mitte September übernommen. Sie wollen ehemalige Mitglieder, die in den letzten Jahren gegangen sind, zurückgewinnen und die Zahl der Golfspieler auf dem Platz ...
Besitzer haben viele Pläne
Neuer Wind beim Golfzentrum Rheinfelden: Marcel Allemann und Roland Fürer haben den Betrieb per Mitte September übernommen. Sie wollen ehemalige Mitglieder, die in den letzten Jahren gegangen sind, zurückgewinnen und die Zahl der Golfspieler auf dem Platz wieder deutlich erhöhen.
Valentin Zumsteg
Neuan fang i m Golfzentrum Rheinfelden: Seit dem 18. September sind Marcel Allemann und Roland Fürer die Besitzer des Betriebs, sie haben ihn vom bisherigen Eigentümer Andreas Keller übernommen. «Wir wollen eine neue Kultur etablieren, das ist unser oberstes Ziel», sagt Allemann, der bereits zuvor seit zwei Jahren als Geschäftsführer tätig war. Eine der ersten Amtshandlungen war es, den Geschäftssitz von Binningen wieder nach Rheinfelden zu verlegen – so wie früher.
«Wir spüren viel Goodwill»
Es ist ein offenes Geheimnis, dass in den letzten Jahren unter der bisherigen Eigentümerschaft nicht alles rund lief. Zahlreiche Mitglieder haben dem Rheinfelder Golfzentrum den Rücken gekehrt und spielen heute an anderen Orten. «Diese wollen wir zurückgewinnen», erklärt Allemann. Dazu soll den Spielerinnen und Spielern nicht nur das bestmögliche Golferlebnis geboten werden, sondern auch eine gute Ambiance, wie die beiden neuen Besitzer betonen. «Ein guter Ruf ist schnell verspielt. Um wieder Vertrauen aufzubauen, braucht es Zeit», sagt Allemann. Doch der Start ist geglückt, bereits nach rund drei Wochen scheinen die ersten Veränderungen Früchte zu tragen. «Wir spüren viel Goodwill», erklärt Verwaltungsratspräsident Roland Fürer.
Die beiden Besitzer sprühen vor Ideen. Schrittweise wollen sie diese umsetzen und dabei die Feedbacks der Mitglieder ernst nehmen. Marcel Allemann gibt ein Beispiel: «Viele Spielerinnen und Spieler sind nicht erfreut über Abschläge auf Matten. Diese ersetzen wir durch Abschläge auf Rasen. Auch die grossen Steine kommen weg.» Insgesamt soll der 9-Loch-Platz einfacher spielbar werden.
Indoor-Golfanlage und Footgolf
Ein weiteres Projekt betrifft eine Indoor-Golfanlage, diese soll bereits auf den 1. November in einem bestehenden Schopf eröffnet werden. Dort können die Spielerinnen und Spieler im Trockenen ihre Bälle schlagen und so virtuell auf Tausenden von Golfplätzen rund um den Globus spielen. Ebenfalls im kommenden Winter beginnt eine Kooperation mit dem Footgolf-Club Basel. Der westliche Teil des Golfplatzes soll ihnen in den Wintermonaten zur Verfügung gestellt werden. Marcel Allemann kann sich zudem vorstellen, künftig eine 18-Loch-Footgolf-Anlage im Golfzentrum Rheinfelden anzubieten. Neben dem Sport soll die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund werden die Öffnungszeiten im «T-Time»-Restaurant ausgeweitet, künftig wird es sieben Tage die Woche offen haben.
Wichtig ist den beiden neuen Besitzern der gute Kontakt zum Landeigentümer Urs Schnyder, der dem Golfzentrum Rheinfelden das Land und einige Gebäude verpachtet. «Bevor wir den Kaufvertrag für den Betrieb unterzeichnet haben, war es uns ein Anliegen, ihn ins Boot zu holen», erklärt Roland Fürer.
«Der Standort ist unglaublich gut»
Dass der Golfplatz in Rheinfelden grosses Potential hat, davon sind die beiden überzeugt. «Der Standort ist unglaublich gut, sowohl für Basel und das Baselland als auch das Fricktal.» Ziel ist es jetzt, die Zahl der Mitglieder wieder deutlich zu erhöhen. Im letzten Jahr waren es gemäss Roland Fürer rund 100 Vollmitglieder sowie 350 Golferpässe. «In den letzten Wochen sind bereits 30 bis 40 Neumitglieder dazugekommen.» Angestrebt werden rund 400 Mitglieder, soviel hatte das Golfzentrum in der Vergangenheit schon einmal, wie Marcel Allemann erklärt. «Wenn uns das gelingt, dann machen wir eine grosse Flasche Champagner auf», sagt Roland Fürer mit einem Lachen. Die beiden sind sich aber bewusst, dass es bis dahin noch viel Aufbauarbeit braucht.

