Der Prämienschockhammer kam letzte Woche mit durchschnittlich fünf Prozent mehr für das kommende Jahr. Jetzt sind endgültig die Politiker und Parteien gefordert, sofortige und greifbare Lösungen zu präsentieren. Mit leeren Worthülsen ist niemandem mehr ...
Der Prämienschockhammer kam letzte Woche mit durchschnittlich fünf Prozent mehr für das kommende Jahr. Jetzt sind endgültig die Politiker und Parteien gefordert, sofortige und greifbare Lösungen zu präsentieren. Mit leeren Worthülsen ist niemandem mehr gedient. Die SP kommt mit einer Initiative. Die Grünen fordern einen grundlegenden Systemwechsel. Die Mitte kommt mit einem Fünf-Punkte-Plan für bezahlbare Prämien und ebenfalls die FDP taktiert mit Qualität statt Menge. Einzig bei der SVP ist es noch ruhig, aber auch hier müssen Reformen und Lösungen kommen. Vom Gewerkschaftsbund kommt die Forderung nach einem Prämiendeckel. Die Einheitskrankenkasse wird wieder laut zum Thema. Die Krankenkassen horten Reserven von 8,4 Milliarden Franken. Das Problem ist ein hausgemachtes, medizinisches Angebot, welches total überladen ist. Aber jetzt braucht es dringende Ansätze, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Die nächsten Parlamentswahlen finden in einem Jahr statt, wo sich zeigen wird, in welche Richtung die Parteien steuern wollen. Wer hier am Volk vorbeipolitisiert, hat in Bundesbern nichts mehr zu suchen. Einsparungen können wir überall machen, der Katalog wäre sehr lang. Aber unser Mittelstand muss jetzt und per sofort entlastet werden.
JOHANN PAUL WACHTER, KAISERAUGST