«Denner im Roberstenquartier wird geschlossen». NFZ vom 20.10.
So macht man also einen beliebten Einkaufsladen kaputt. So nimmt man also einem ganzen Quartier seinen Quartierladen. So schickt man also eine fleissige, sympathische Betreiberfamilie ins ...
«Denner im Roberstenquartier wird geschlossen». NFZ vom 20.10.
So macht man also einen beliebten Einkaufsladen kaputt. So nimmt man also einem ganzen Quartier seinen Quartierladen. So schickt man also eine fleissige, sympathische Betreiberfamilie ins Offside. Ob es an behördlichen Auflagen, gesetzlichen Vorschriften, unmöglichen Lieferzeit-Beschränkungen oder gestörten Nachbarn liegt, ist eigentlich nicht entscheidend. Tatsache ist, dass nach all den Querelen und Schwierigkeiten es jetzt soweit gekommen ist, dass der Laden schliesst, schliessen muss.
Da kommen Erinnerungen hoch an den «kleinen Coop» oder an den nachher hierher gezügelten «Pinguin» der Familie Zurlinden. Waren da jemals solche unüberwindbaren Probleme vorhanden? Warum musste das jetzt soweit kommen? Ist es nicht ein Irrsinn, dass die Betreiber-Familie sozusagen das Opfer ihres eigenen Erfolgs, ihres Einsatzes, ihrer Freundlichkeit geworden ist? Mir kommen da die drei, vier Kleinen an der Hausecke in den Sinn: Sie sitzen auf dem Boden, und eines fragt: «Spielen wir ein wenig Verkäuferlis?» Und selbst diese Kleinen wissen nachher genau, wenn es soweit ist: «So spielt man nicht wie beim kleinen Denner im Robersten!»
KLAUS HEILMANN, RHEINFELDEN