Narrenlaufen und Verbannung zum Abschluss
Schön war sie, die Chaischter Dorffasnacht. Doch alles Schöne hat auch einmal ein Ende. Dass dieses Ende für die kleinen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler nicht gar so bitter ausfällt, dafür sorgten die Mitglieder ...
Narrenlaufen und Verbannung zum Abschluss
Schön war sie, die Chaischter Dorffasnacht. Doch alles Schöne hat auch einmal ein Ende. Dass dieses Ende für die kleinen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler nicht gar so bitter ausfällt, dafür sorgten die Mitglieder des Elferrates am Dienstagnachmittag mit dem traditionellen Narrenlaufen. Dafür hatten sie einen Wagen voller feiner Gaben mitgebracht.
Schon sehnsüchtig wurden sie auf der Strasse vor dem Gemeindehaus von zahlreichen fantasievoll verkleideten Mädchen und Buben erwartet. Sie bildeten eine lange Reihe, dazwischen eine Gasse für die Elferräte. Bevor diese aber die von den Kindern mitgebrachten Taschen und Säcke mit Orangen, Würsten und Süssem füllten, galt es aus voller Kehle zu schreien. Je lauter «Hoorig, hoorig isch die Chatz...» ertönte, desto freigiebiger wurden die Elferratsmitglieder. Im Nu wechselten so die glustigen Waren die Besitzer.
Während für die kleinen Fasnächtler mit dem Narrenlaufen die fünfte bzw. die schönste Jahreszeit zu Ende ging, gab es für die Grossen noch eine Schonfrist von wenigen Stunden. In der Nacht auf Aschermittwoch, pünktlich um Mitternacht, wurde in einer schaurigschönen Zeremonie der Haldejoggeligeist zurück in die Flasche verbannt. In der Tüfelschuchi wird er nun lange triste, fasnachtslose Monate bis zur nächsten närrischen Jahreszeit ausharren müssen. Im Dorf selbst kehrt nun Ruhe ein. (jw)