Die christkatholische Kirchgemeinde Rheinfelden-Kaiseraugst will das ehemalige Pfarrhaus am Kirchgässli 2 in Rheinfelden verkaufen. Seit Frühjahr 2024 ist die Immobilie ausgeschrieben, bislang fand sich kein Käufer.
Valentin Zumsteg
Es ist ein ...
Die christkatholische Kirchgemeinde Rheinfelden-Kaiseraugst will das ehemalige Pfarrhaus am Kirchgässli 2 in Rheinfelden verkaufen. Seit Frühjahr 2024 ist die Immobilie ausgeschrieben, bislang fand sich kein Käufer.
Valentin Zumsteg
Es ist ein geschichtsträchtiges Gebäude im Herzen der Rheinfelder Altstadt. Die Liegenschaft am Kirchgässli 2 gehört zu den sogenannten Chorherrenhäusern, welche der Stift St. Martin im 17. Jahrhundert erworben hat. Dort wohnten früher die Chorherren, später diente es der christkatholischen Kirchgemeinde Rheinfelden-Kaiseraugst während vieler Jahrzehnte als Pfarrhaus. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Immobilie steht seit Frühjahr 2024 zum Verkauf, für 1,775 Millionen Franken ist das Haus ausgeschrieben. «Das war ein Entscheid der Kirchgemeinde Rheinfelden-Kaiseraugst. Wir hatten – da kein Pfarrer mehr in dem Haus wohnt – das Haus als nicht betriebsnotwendig betrachtet», erklärt Conrad Corrigan, Präsident der christkatholischen Kirchgemeinde.
Elf Zimmer
Wenn das Gebäude wie geplant verkauft werden kann, fliesst der Erlös in einen zweckgebundenen Fonds, mit dem andere, betriebsnotwendige Gebäude erhalten werden. «Zum Beispiel das Kirchgemeindehaus Martinum», wie Corrigan ausführt. Seit der Ausschreibung vor bald zwei Jahren haben sich rund 20 Interessenten gemeldet, bislang kam es aber zu keinem Abschluss.
Das Gebäude umfasst elf Zimmer und eine Wohnfläche von 275 Quadratmetern; die Bruttogeschossfläche wird mit 650 Quadratmetern angegeben. Das Grundstück misst 213 Quadratmeter. «Das attraktive Haus liegt in der malerischen Altstadt von Rheinfelden an sonniger Lage mit Sicht auf einen Hof, auf einen Garten und in breite Gassen. Neben dem Haus gehört ein Platz mit Baum zum Gebäude. Das ehemalige Pfarrhaus hat einen grossen Dachboden, welcher laut Bauamt ausgebaut werden darf», ist dem Verkaufsprospekt weiter zu entnehmen. Im Untergeschoss befinden sich zwei Gewölbekeller.
Büros, Wohnungen, Hostel?
Welche Nutzung können sich die Verantwortlichen der Kirchgemeinde vorstellen? «Aktuell ist der erste und der zweite Stock vom Kirchgässli 2 an die Klinik Schützen vermietet. Der Fantasie sind da aber keine Grenzen gesetzt: Arbeiten, Wohnen, Hostel», alles sei denkbar, so Corrigan. Im Parterre sind derzeit auch noch das Pfarrbüro und das Sekretariat Rheinfelden-Kaiseraugst und Magden-Olsberg untergebracht.
Corrigan hofft auf einen baldigen Verkauf.