Coole Alternative zum heissen Schulhaus

  12.06.2026 Densbüren

Das Waldschulzimmer der Schule Densbüren ist neu eingerichtet

Als eines von vier Realexperimenten des Juraparks Aargau zum Thema «Grünflächen der Zukunft» haben ETH-Architekturstudierende zusammen mit Lehrer Patrik Jeger und Kindern der Schule Densbüren das bestehende Waldschulzimmer neu eingerichtet.

Anfang Juni 2026 konnten unter dem vor leichtem Regen schützenden Blätterdach die rund 20 Anwesenden – Lehrerinnen und Lehrer, Vertreterinnen von Gemeinde und Kanton sowie im Realexperiment involvierte Personen – den neu gestalteten Schulraum vor Ort erleben. Sitz- und Klettergelegenheiten, Wandtafel – alles aus einheimischem Holz hergestellt –, aber auch Spielgeräte wie zwei bestehende Schaukeln und die «Gigampfi» luden dazu ein, erlebt und getestet zu werden.

Das Waldschulzimmer steht den rund 70 Schülerinnen und Schülern und 15 Lehrpersonen als Schulraum zur Verfügung. Es besteht schon seit geraumer Zeit. Entstanden ist es aus der Idee und dem Bedürfnis, den aufgrund der wachsenden Schülerzahl engeren Platzverhältnissen zu begegnen, aber auch, um eine Alternative zu den immer heisseren Schulzimmern während der Sommermonate zu schaffen. Die Erfahrungen von Patrik Jeger zeigen: Dieser alternative Schulraum fördert die Kreativität und Bewegung der Schulkinder. So war er auch gerne bereit, zusammen mit Architekturstudierenden der ETH das bestehende Waldschulzimmer neu einzurichten.

Von Lehrlingen unterstützt
Die ETH-Architekturstudierenden Anaik Jeanjaquet, Ermanno Zerrillo, Line Kurth und Thalia Kamp sammelten mit Lehrer Patrik Jeger und seinen Schülerinnen und Schülern Ideen und konzipierten gemeinsam eine neue Einrichtung für das Waldschulzimmer. Unterstützt von zwei Lehrlingen der Husner AG Holzbau in Frick hobelten und frästen die angehenden Architektinnen und Architekten dann die Holzteile aus der Gubler Sägerei GmbH von Kienberg und besorgten ausgemusterte Kletterseile für die Geflechte. Holzteile und Gef lechte wurden dann wiederum gemeinsam mit den Kindern vor Ort montiert. Dieses partizipative Architekturprojekt, welches auch eine ausführliche Dokumentation der Arbeiten durch die Studierenden beinhaltet, wurde in Form eines Kurses unter der Leitung von ETH-Professorin Momoyo Kaijima (Chair of Architectural Behaviorology) realisiert.

An Klimawandel anpassen
Das Waldschulzimmer ist ein Projekt aus dem Realexperiment «Grünflächen der Zukunft» des Reallabors Jurapark Aargau. Dabei geht es um die Frage: «Wie bleiben Grünflächen im Klimawandel lebenswert»? Gemeinsam mit Schulen, Vereinen und der Bevölkerung untersuchen Forschende und Studierende der ETH Zürich und der eidg. Forschungsanstalt WSL, wie Menschen Klimaänderungen wahrnehmen, Pflanzen sich anpassen und Grünflächen der Zukunft sich kreativ gestalten lassen. Geforscht wird in verschiedenen Jurapark Aargau-Gemeinden auf öffentlichen und privaten Flächen – z.B. mit einem Citizen-Science-Projekt und Hitzestressmessungen, welche am 21. Juni im Rehmann Museum vorgestellt werden.


Das Reallabor Jurapark Aargau ist eine gemeinsame Initiative des ETH-Bereichs und des Jurapark Aargau. Im Reallabor experimentieren Interessierte aus den 31 Jurapark-Gemeinden zusammen mit Forschenden diverser ETH-Institutionen noch bis Ende 2026 zu Massnahmen, um die nachhaltige Entwicklung vor Ort zu stärken und zu fördern.


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