Bindeglied und Brückenbauer
14.02.2026 KaistenDie Kaister Alterskommission ist gut gestartet
Seit einigen Monaten nimmt sich eine Alterskommission den Anliegen und Bedürfnissen der Kaister Seniorinnen und Senioren an. Die Kommission ist zugleich impulsgebend und beratend für den Gemeinderat tätig. Die ...
Die Kaister Alterskommission ist gut gestartet
Seit einigen Monaten nimmt sich eine Alterskommission den Anliegen und Bedürfnissen der Kaister Seniorinnen und Senioren an. Die Kommission ist zugleich impulsgebend und beratend für den Gemeinderat tätig. Die Bevölkerung wird aktiv eingebunden. Dazu sind bereits wieder einige Veranstaltungen geplant.
Susanne Hörth
Die Bevölkerung wird immer älter. Diese längst bekannte Tatsache fordert insbesondere die Gemeinden zunehmend heraus. Fest in ihren Dörfern verankert, möchte die ältere Generation möglichst lange auch hier zuhause bleiben. In Kaisten setzt sich seit vergangenem Jahr eine eigens dafür eingesetzte Kommission unter dem Vorsitz von Gemeinderat Stephan Wiestner mit dem Thema Alter auseinander. Der Bildung der Kommission gingen unter anderem eine Bevölkerungsumfrage im Jahr 2024 sowie die Altersstrategie 2035+ voraus. Im Zuge dieser hatte der Gemeinderat Ende 2024 einen Massnahmenplan verabschiedet. Die Alterskommission hat die Aufgabe, die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren des Dorfes aufzunehmen und den Gemeinderat beratend sowie impulsgebend zu unterstützen.
Gut gestartet
Die Mitglieder haben ihre Arbeit inzwischen aufgenommen. «Aus Sicht der Alterskommission ist der Start gelungen», sagt Gemeinderat Stephan Wiestner. Mit zwei öffentlichen Veranstaltungen – dem Vortrag «Enkeltrickbetrug» mit 75 Teilnehmenden sowie dem ersten Altershock (20 Teilnehmende) – und der Publikation der Broschüre «Älter werden in Kaisten» sei das Jahr 2025 insgesamt erfolgreich gewesen. Beim Altershock ging es darum, die Wünsche der älteren Bevölkerung aufzunehmen. «Die Anwesenden haben sich grossartig eingebracht», freut sich Wiestner. Gleichzeitig hätte er sich mehr als die 20 Teilnehmenden erhofft. Eine höhere Beteiligung, auch von jüngeren Personen, wäre wünschenswert gewesen.
Bei der erwähnten Broschüre «Älter werden in Kaisten» handelt es sich um eine Publikation, welche die kantonale Fachstelle «Alter und Familie» ausgearbeitet und den Gemeinden zur Verfügung gestellt hat. «Sie wurde mit den auf unsere Gemeinde angepassten Kontaktinformationen ergänzt und soll als Übersicht über die vielen lokalen und regionalen Organisationen dienen», erklärt Stephan Wiestner.
Die Mitglieder der noch jungen Kaister Alterskommission haben sich bereits zu vier Sitzungen getroffen – eine Anzahl, die auch künftig pro Jahr vorgesehen ist, so Wiestner. Aktuell beschäftige sich die Kommission mit der Organisation des «Runden Tischs» vom 17. März sowie der Veranstaltung «Lebenskunst des Alter(n)s» vom 25. August. «Zudem arbeitet sie an der Planung und Realisierungsprüfung eines Altersfahrdienstes sowie an der Abklärung, wie die Calisthenicsanlage altersgerecht genutzt werden kann.» Die erwähnte Anlage wurde Ende vergangenen Jahres bei den Kaister Sportanlagen im Gebiet Boll erstellt und soll die Beweglichkeit der Menschen mit einfachen Übungen bis ins hohe Alter unterstützen.
Die Hauptaufgabe
Für Stephan Wiestner ist es sehr wichtig, dass sich die ältere Bevölkerung mit Wünschen und Anliegen bei der Kommission einbringt. «Das sehe ich als Hauptaufgabe.» Zu berücksichtigen sei dabei, dass die Alterskommission – wie auch alle anderen Kommissionen – den Gemeinderat beratend unterstützt und über kein beziehungsweise nur ein kleines Budget verfügt. «Entscheidungen werden vom Gemeinderat sowie von der Gemeindeversammlung getroffen.»
Am kürzlich stattgefundenen Fricktaler Gemeindeseminar wurde dem Thema Alter ein ganzer Tag gewidmet. Es ging unter anderem darum, in den Gemeinden Wohnraum inklusive Unterstützung durch die Spitex, den Besuchsdienst usw. für die ältere Generation zu schaffen. Befasst sich die Alterskommission Kaisten auch damit? Dazu Kommissionspräsident und Gemeinderatsmitglied Stephan Wiestner: «Das Erstellen von Gemeindewohnraum sollte im Gesamtkontext betrachtet werden. Aktuell erarbeitet der Gemeinderat eine Strategie für die Gemeindeliegenschaften.»

