Beim Bahnhofsaal Rheinfelden sollen drei Gebäude mit 102 Wohnungen und Geschäftsflächen gebaut werden. Die Baubewilligung ist noch nicht erteilt, der Stadtrat wird aber in absehbarer Zeit darüber entscheiden.
Valentin Zumsteg
Die Bauprofile stehen schon lange, sie zeigen, was ...
Beim Bahnhofsaal Rheinfelden sollen drei Gebäude mit 102 Wohnungen und Geschäftsflächen gebaut werden. Die Baubewilligung ist noch nicht erteilt, der Stadtrat wird aber in absehbarer Zeit darüber entscheiden.
Valentin Zumsteg
Die Bauprofile stehen schon lange, sie zeigen, was in den kommenden Jahren rund um den Rheinfelder Bahnhofsaal gebaut werden soll. Das entsprechende Baugesuch lag im Januar öffentlich auf, dagegen gingen zwei Einwendungen ein. Die Baubewilligung ist aber aktuell noch nicht erteilt, wie Stadtschreiber Roger Erdin auf Anfrage der NFZ erklärt: «Das Baugesuch ist von seiner Dimension und den damit im Zusammenhang stehenden Fragestellungen sowie angesichts der Mitwirkung externer Fachstellen anspruchsvoll. Die Prüfung des Baugesuches steht vor dem Abschluss.» Der Gemeinderat werde in absehbarer Zeit, nach Vorlage sämtlicher Berichte, über das Baugesuch entscheiden.
Generalunternehmer wird gesucht
Die Realstone SA als Eigentümerin des Areals und Bauherrin hat grosse Pläne: In drei Gebäuden sollen insgesamt 102 Wohnungen sowie Dienstleistungs-, Gastro- und Ladenflächen entstehen. «Die Firma Realstone SA hat vor längerer Zeit einen Baubeginn auf Anfang 2027 in Aussicht gestellt. Aktuell sucht sie einen Generalunternehmer für die Realisierung», so Erdin. Die Realstone SA selbst hat auf eine Anfrage dieser Zeitung nicht reagiert. Für die Stadt ist dieses Projekt von zentraler Bedeutung. Nicht nur, weil es das erste ist, das im Zusammenhang mit der Neugestaltung des gesamten Bahnhofareals – unter dem Stichwort «Neue Mitte» – realisiert wird. Auch die Zukunft des Bahnhofsaals, der für die Stadt wichtig ist, hängt damit zusammen. Denn die Stadt kann dieses Gebäude, das sie bislang gemietet hatte, übernehmen; allerdings nicht sofort: «Wir gehen davon aus, dass die Realisierung des Bauprojektes der Realstone SA bis Ende 2029 dauern wird. Erst nach dessen Fertigstellung geht das Eigentum des Bahnhofsaals an die Stadt über», so Erdin.
Sanierung beginnt erst später
Die Sanierung des Saals kann nach heutigen Erkenntnissen somit frühestens Ende 2029 oder Anfang 2030 starten. «Damit dies möglich wird, arbeitet die Stadt an der Planung für die Sanierung des Saals und wird rechtzeitig den nötigen Baukredit bei der Einwohnergemeindeversammlung einholen.» Mit anderen Worten: Eine Neueröffnung erfolgt erst irgendwann in den 2030er-Jahren. Die Stadt muss somit noch lange auf diesen Saal, in dem bisher unter anderem die Gemeindeversammlungen und Grossanlässe durchgeführt wurden, verzichten.