Bei der Aktualisierung des Aargauer Richtplans besteht die Gefahr, dass die Gemeindesouveränität abgebaut wird und die Bürokratie zunimmt. Der Umfang der räumlichen Informationen nimmt nicht zuletzt wegen der Möglichkeiten der geografischen Informationssysteme (GIS) ...
Bei der Aktualisierung des Aargauer Richtplans besteht die Gefahr, dass die Gemeindesouveränität abgebaut wird und die Bürokratie zunimmt. Der Umfang der räumlichen Informationen nimmt nicht zuletzt wegen der Möglichkeiten der geografischen Informationssysteme (GIS) stetig zu. Dies erlaubt den übergeordneten Staatsebenen (Bund/Kantone), detaillierte Planungs- und Handlungsvorschriften für die Gemeinden zu erlassen. Pragmatische Vorgehensweisen der Gemeinden – zum Beispiel aufgrund von aktuellen lokalen Problemen und Anliegen – werden dadurch stark eingeschränkt. So können sich die Gemeinden zum Beispiel langfristig kaum gegen die Verdichtungs- und Wachstumsinteressen von Bund und Kantonen in ihrer Gemeinde wehren. Die immer detaillierteren Regelungen von Bund und Kantonen erhöhen den bürokratischen Aufwand bei jeder Projektrealisierung.
ALEX SCHNEIDER, KÜTTIGEN