Aargau: Vorsicht vor falschen Stromablesern!

  12.04.2026 Polizeimeldungen

Seit Anfang Jahr häufen sich Vorfälle, bei denen Diebe an der Haustüre von Senioren auftauchen und sich als Stromableser ausgeben. Unter diesem Vorwand gelang es mehrfach, Wertsachen zu entwenden. Die Kantonspolizei mahnt zur Vorsicht.

Er sei Angestellter der industriellen Betriebe und müsse den Stromzähler ablesen, behauptete der Unbekannte an der Wohnungstüre. Sofort drängte er sich in die Wohnung und ging mit einem Gerät, das Signaltöne verursachte, durch die Räume. Die 89-jährige Bewohnerin schöpfte Verdacht und wies den Fremden lautstark aus der Wohnung. Als er verschwunden war, musste die Frau erkennen, dass eine Armbanduhr fehlte. Mit der gleichen Masche gelangte am selben Tag ein Dieb auch in die Alterswohnung einer 93-Jährigen. Dort erbeutete der Täter Schmuck im Wert von rund 15'000 Franken.
Beide Vorfälle ereigneten sich am 25. März 2026 in zwei Aargauer Gemeinden. Bereits seit Anfang Jahr beobachtet die Kantonspolizei eine auffällige Häufung solcher Delikte. Auf den ganzen Kanton verteilt, verzeichnet sie gegen 30 Fälle mit dieser spezifischen Masche. Bei den Geschädigten handelt es sich ausnahmslos um Seniorinnen und Senioren, die mehrheitlich in Wohnungen, vereinzelt aber auch in Einfamilienhäusern leben.
Sämtliche dieser Straftaten tragen die Handschrift von Tätern, die sich offensichtlich auf diese Methode spezialisiert haben. Die Erfahrung zeigt, dass die Kriminellen oftmals zu zweit vorgehen: Während einer das Opfer ablenkt, schleicht ein Komplize in die Wohnung und sucht nach Bargeld, Bankkarten oder Wertsachen. Soweit die Kantonspolizei ein Signalement erheben konnte, war von Tätern und Täterinnen aus Ost- oder Südosteuropa die Rede, welche gebrochenes Deutsch sprachen.
Die Kantonspolizei Aargau mahnt ältere Menschen zu Vorsicht. Egal, ob sich die Unbekannten als Strom-, Wasserableser oder als Handwerker ausgeben, sollen unangemeldete Personen nicht ins Haus gelassen werden. Im Zweifel sollen Nachbarn hinzugezogen werden. Und auf jeden Fall sollen Betroffene oder Bezugspersonen sofort den Polizeinotruf 117 wählen, damit die Polizei nach den Kriminellen fahnden kann.
 


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