Der Regen von heute ist die Wasserreserve von morgen
Lange Trockenperioden stellen Gemeinden und Städte zunehmend vor Herausforderungen. Gleichzeitig werden bei Starkregen grosse Wassermengen über die Kanalisation abgeleitet. Dabei könnten wir ...
Der Regen von heute ist die Wasserreserve von morgen
Lange Trockenperioden stellen Gemeinden und Städte zunehmend vor Herausforderungen. Gleichzeitig werden bei Starkregen grosse Wassermengen über die Kanalisation abgeleitet. Dabei könnten wir dieses Wasser speichern und später nutzen.
Schulen, Turnhallen, Werkhöfe, Feuerwehrgebäude oder Sportanlagen verfügen oft über grosse Dachflächen. Das Regenwasser kann gesammelt, gefiltert und für WC-Spülungen, Reinigung sowie die Bewässerung von Grünanlagen und Sportplätzen eingesetzt werden – überall dort, wo keine Trinkwasserqualität notwendig ist.
Davon profitiert die gesamte Bevölkerung: Jeder Liter genutztes Regenwasser entlastet die öffentliche Trinkwasserversorgung, schont Grundwasserreserven und reduziert gleichzeitig die Belastung von Kanalisation und Kläranlagen.
Entscheidend ist die richtige Dimensionierung der Speicher. Gemeinden könnten Anlagen so planen, dass Wasserreserven für 30, 45 oder sogar 60 Tage Trockenheit zur Verfügung stehen. Regen aus niederschlagsreichen Zeiten wird gespeichert und kann Wochen später für kommunale Anlagen genutzt werden.
So entsteht eine dezentrale Wasserreserve und die Gemeinde wird unabhängiger und widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden. Regenwasser ist kein Abfallprodukt. Der Regen von heute kann unsere Wasserreserve von morgen sein.
ERNST DEISS, ZEININGEN