Auf den Spuren vom umweltfreundlichen Strom
04.08.2026 LeserbriefeNFZ vom 28. Juli 2026
Der Artikel stellt dar, wie bei uns im Fricktal in Rheinkraftwerken – und im angrenzenden Schwarzwald auch aus Speicherwasser in Kavernen-KW – umweltfreundlicher Strom produziert wird. Es ist wirklich beeindruckend, was da ...
NFZ vom 28. Juli 2026
Der Artikel stellt dar, wie bei uns im Fricktal in Rheinkraftwerken – und im angrenzenden Schwarzwald auch aus Speicherwasser in Kavernen-KW – umweltfreundlicher Strom produziert wird. Es ist wirklich beeindruckend, was da dank dem Können der Fachleute alles entwickelt, geplant, gebaut und in Betrieb gehalten wurde und wird, um unser tägliches Leben zu erleichtern. Vier der erwähnten Elektrizitätswerke kenne ich von persönlichen Besuchen. Und dass diese Werke sich auch regelmässig für Besuchende öffnen, zeigt, wie die Stromproduzenten ein Interesse daran haben, ihren Kunden einen ausgiebigen Blick hinter die Steckdose zu ermöglichen.
Der Titel unterstellt aber – vermutlich völlig unabsichtlich – dass nur Wasserstrom umweltfreundlich sei, was völlig falsch wäre: Solarstrom ist weit weniger spektakulär, leistet aber gerade jetzt im Sommer bei langer Trockenheit und viel Sonnenschein einen grossen Beitrag zur sicheren Stromversorgung.
Ein paar Zahlen dazu: Im Aargau sind aktuell Solarstrom-Anlagen mit rund 800 Megawatt (MW) Leistung installiert, die übers ganze Jahr total mehr als 700 000 000 kWh (700 GWh) Strom produzieren. Das ist etwa so viel wie die beiden grössten Aargauer Rhein-KW Ryburg-Schwörstadt und Laufenburg zusammen für unser Land liefern. Deren gesamte Produktion wird ja hälftig auf die Schweiz und Deutschland aufgeteilt. Gerade jetzt im Sommer bringen Solarstrom-Anlagen täglich sehr hohe Erträge und helfen mit, den Ausfall bei Flussund Kern-KW zu verringern. Aktuell sind das täglich rund 4 Millionen Kilowattstunden (4 GWh). Da ein rechter Teil dieses Solarstroms direkt in den solar ausgerüsteten Gebäuden verbraucht wird, erscheint er nicht in den Statistiken der Stromversorger, belastet aber auch die Verteilnetze nicht.
Und was nicht unterschätzt werden darf: Während die Wasserkraft in unserer Gegend fast fertig ausgebaut ist, können die Solarstrom-Erträge von Dachanlagen gemäss Abschätzungen des Bundesamts für Energie BFE noch veracht- bis verzehnfacht werden!
Eine zukunftsträchtige, umweltfreundliche, erneuerbare, sichere und einheimische Stromversorgung baut auf einen Mix aus Wasserkraft, Solar- und Windenergie!
FERDI KAISER, WITTNAU
