Geschichten vom Tierlignadenhof Kaisten
16.07.2026 KaistenAn Tagen wie diesen…
Es gibt diese Tage, an denen wir am Abend in der Küche sitzen und uns sagen: «Was für ein Tag». Einen solchen Tag hatten wir am Freitag einmal wieder.
Beide, Steffi und ich, Janina, hatten Termine für den Hof ...
An Tagen wie diesen…
Es gibt diese Tage, an denen wir am Abend in der Küche sitzen und uns sagen: «Was für ein Tag». Einen solchen Tag hatten wir am Freitag einmal wieder.
Beide, Steffi und ich, Janina, hatten Termine für den Hof wahrgenommen. Steffi hatte ein Abschlussgespräch für eine Schnupperkandidatin und ich ein Gespräch in Bezug auf eine Arbeitswiedereingliederungsmassnahme einer zukünftigen Praktikantin. Parallel dazu ist Hera, ein Nymphensittich aus der Einzelhaltung, eingezogen. Wir hatten verschiedene längere Telefonate und Gespräche geführt. Betreffend einer verletzten Fundschildkröte, die dann doch privat untergebracht wurde, oder zweier Hunde, welche ein neues Zuhause finden mussten. Zudem musste Steffi sich um hängige Sachen in Bezug auf unsere Lernenden kümmern, und ebenfalls haben wir uns bei einer anderen Tierschutzorganisation betreffend einer gemeinsamen Vermittlung eines Ponys gemeldet. Unser Kater Tigi war krank, wir haben ihn behandelt, schlussendlich aber einen Tierarzttermin abgemacht. Und auf der Gemeinde mussten wir noch Formulare einwerfen für eine hängige Bauabnahme. Neben all dieser kleinen, aber trotzdem zeitaufwendigen, Arbeiten war der Haushalt zu führen, die Hunde zu beschäftigen, die Nagerkäfige zu misten und die alltägliche Abendbesprechung mit unseren Mitarbeitern zu führen.
Da wir beide auch Mamis von insgesamt drei Kindern sein dürfen und diese spätestens am Abend dann ebenfalls noch ein bisschen Zeit mit uns wünschen, sind die Tage oft lang, und es wird spät, bis wir uns das erste Mal in Ruhe hinsetzen und das Erlebte und offene Themen diskutieren können. Wie lösen wir eine Mitarbeitersituation, was machen wir wegen unseres Kaninchens Trick, wie lange können wir die Lebensqualität von unserem Pony Jimmy aufrechterhalten, und wie stark ist bei unserem Hund Mio die Krankheit wirklich schon fortgeschritten. Wer kümmert sich um die Lohnanpassungen, wer bestellt die Einstreu für die Pferde, was sind die Termine für das Wochenende. Oft eine unendliche Liste an Sachen, welche erledigt und geplant werden müssen.
Und so essen wir oft erst spät am Abend müde und ohne viele Worte noch einen Salat und machen uns dann selbst bereits für ins Bett, weil wir wissen, dass der kommende Tag ebenfalls wieder anspruchsvoll wird. Manchmal erdrückt einen das Wissen, dass es so weitergehen wird. Aber dann kommen wir am nächsten Tag zum Gehege unserer Nymphensittiche und sehen, dass Hera bereits glücklich auf einem Stängeli mit einem neuen Freund sitzt. Und wir wissen: Es lohnt sich, für das Wohl der Tiere bis spät in die Nacht zu arbeiten.
Liebe Grüsse vom
Tierlignadenhof-Team
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