Ein willkommener Umbau
24.01.2023 ZeihenEinst Zeihens «Frohsinn», bald Mehrfamilienhaus
Im Sommer 2014 schloss das Restaurant Frohsinn an der Bahnhofstrasse in Zeihen seine Türen. Jetzt wollen es die neuen Besitzer zu einem Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen umbauen.
Simone Rufli
«Gasthof Frohsinn» steht noch immer in grossen Lettern auf der Hausmauer. Auch wenn seit bald neun Jahren kein Gast mehr den «Frohsinn» betreten hat, denn eine Nachfolge für das über Generationen florierende Gasthaus konnte nicht gefunden werden. Stattdessen wurden die Räume zwischenzeitlich anderweitig genutzt. Vermietet, vorab an Bulgaren, die das Haus als Drehund Angelpunkt ihrer Geschäftstätigkeiten nutzten, im ehemaligen Saal des «Frohsinn» Material lagerten, um es später in den Osten zu verfrachten.
Immer wieder habe es Reklamationen aus der Bevölkerung gegeben, weil grosse Busse und Lieferwagen die Durchfahrt durch die Postgasse erschwerten, erinnert sich Gemeindeschreiber Gianni Profico im Gespräch mit der NFZ. Dass die neuen Besitzer das ehemalige Restaurant nun zu einem Mehrfamilienhaus umbauen wollten, sei ganz im Sinn der Gemeinde. «Der Ist-Zustand ist nicht befriedigend. Die Gemeinde würde es begrüssen, wenn das Projekt Erfolg hätte.» Der «Frohsinn» war fast 100 Jahre im Familienbesitz, als er im Sommer 2014 geschlossen wurde. 1913 hatten Karl und Marie Birri-Welti das Gasthaus gepachtet und 1914 gekauft. Aus der «Eintracht» wurde der «Frohsinn». 1931 führte ein Brand zur Aufgabe der bis dahin angeschlossenen Bäckerei. Von 1982 bis zur Schliessung des Gasthofs im Sommer 2014 war das Restaurant über 30 Jahre lang in den Händen von Erika und Kurt Birri. Ganz neu ist die Absicht nicht, aus dem ehemaligen Gasthof, gelegen zwischen dem Restaurant Rössli und der im Juni 2020 eröffneten «Auberge Passepartout», Wohnungen zu machen. Im Jahr 2018 gab es schon entsprechende Pläne. Das nun vorliegende Projekt mit insgesamt fünf Wohnungen sei redimensioniert, so der Gemeindeschreiber. Und vor allem konnte eine Lösung für das Parkierungsproblem gefunden werden. Parkplätze sollen nicht vor dem Gebäude, sondern im ehemaligen Saal geschaffen werden.
Bis zum 20. Februar liegen die Pläne für den Umbau nun auf der Gemeindeverwaltung zur Einsichtnahme auf. Weil das Bauvorhaben an der Kantonsstrasse liegt, ist auch die Zustimmung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau erforderlich.

