«Regionaler geht es wirklich nicht»

  22.03.2022 Böztal, Effingen

44 «Bänkli» zum 10-Jahr-Jubiläum des Jurapark

Holz aus dem Zeiher Wald, zu Sitzbänken verarbeitet von Lehrlingen in Thalheim, aufgestellt in den 44 Ortsteilen der 32 Park-Gemeinden – der Jurapark Aargau lud im Rahmen des 10-Jahr-Jubiläums nach Effingen und weihte, stellvertretend für alle 44, ein «Bänkli» ein.

Simone Rufli

Es sollte ein Geschenk werden, das allen zugutekommt und öffentlich zugänglich ist. Entstanden sind Sitzgelegenheiten aus Lärchen- und Douglasien-Holz. Gemäss den Worten von Jurapark-Geschäftsleiterin Christine Neff ideale Voraussetzungen für Begegnungen und Dialoge, die vielleicht auf einer anderen Bank im Parkgebiet wieder als Geschichten weitererzählt werden. Am Donnerstagnachmittag wurde die Sitzbank vor der Alten Trotte in Effingen im Beisein von Gemeinderätinnen und -räten, Sponsoren und Medien eingeweiht. Stellvertretend für alle 44 in die Parkgemeinden ausgelieferten und mancherorts bereits montierten Bänke. Die «Bänkli» entsprechen ganz dem Ideal des Jurapark. 15 Bäume als regionaler Rohstoff aus dem Zeiher Wald – am Anlass vertreten war Rolf Treier, Revierförster Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg. Regionale Verarbeitung – vertreten durch Beni Wernli von der Theo Wernli AG aus Thalheim, deren Schreiner- und Zimmermann-Lehrlinge massgeblich zum Endprodukt beitrugen. Die Sitzbänke sind nicht nur wetterfest, langlebig und werden für die Bevölkerung jederzeit zugänglich platziert, sie sind auch so regional, dass es regionaler nun wirklich nicht mehr geht, wie Neff betonte. Und mit den Worten von Vizepräsident Rudolf Lüscher: «gewachsen im Park, verarbeitet im Park, für die Menschen im Park.»

Gastgeber Andreas Thommen, bis 31. Dezember 2021 Gemeindeammann im ehemaligen Weinbaudorf Effingen und seit dem 1. Januar 2022 Vizeammann von Böztal, drückte seinen Stolz darüber aus, dass Effingen seit Beginn beim Jurapark dabei ist. Man wisse das auch zu schätzen. «Es ist toll, was wir hier vom Jurapark bekommen in Sachen Vernetzung sowie Unterstützung in Naturschutzbelangen, dazu die regionale Wertschöpfung. Und auch im Tourismus profitieren wir durch immer mehr Wanderer und Velofahrer, die unsere schöne Umgebung entdecken.» Und mit Blick auf die Bank: «Es sitzt sich gut. Ich bin bereits zur Probe gesessen.» Auch die weiteren Bank-Standorte in Böztal seien bereits klar, so Thommen: In Bözen beim Waldhaus, in Elfingen bei der Bushaltestelle, in Hornussen beim Gemeindehaus.

Stellvertretend für die sechs Raiffeisenbanken im Parkperimeter, lobte Marc Jäger, Bankleiter der Raiffeisen Regio Frick-Mettauertal, die Zusammenarbeit mit dem Jubilar. Zusammen mit der Coop Genossenschaft NWZZ trug die Geld-Bank wesentlich zu den Herstellungskosten von rund 1500 Franken pro Sitz-Bank bei. In der massiven Verankerung der Sitz-Bank im Boden erkenne er Parallelen zur lokalen Verankerung und Bodenständigkeit des Geldinstituts, so Jäger. Bis Ende Frühling, Anfang Sommer sollten alle 44 Jurapark-Banken montiert sein.


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