Stadelbach
05.11.2021 LeserbriefeKarl Eiermann erlitt bei den Gemeinderatswahlen eine Niederlage, die einer bitteren Demütigung gleichkommt. Dabei spielte die Kritik, die er in seiner Funktion als Präsident des Vereins «Wohnen im Alter» einstecken musste, eine wesentliche Rolle. Ob er die Demut hat, nun sein Verhalten zu hinterfragen, ist bisher nicht ersichtlich.
Es ist bisher auch nicht erkennbar, dass im Stadelbach etwas geändert hätte. Informationen fliessen nach wie vor keine, weder an die Mitglieder noch an die Öffentlichkeit. Auf dem Latrinenweg hört man, dass weitere gute Mitarbeitende abspringen wollen und weiterhin etliche krank geschrieben sind.
Immerhin: Auf der Website des Stadelbachs sind seit kurzem die Vorstandsmitglieder mit ihren Aufgaben aufgelistet (www.stadelbach.ch => Das Stadelbach => Die Trägerschaft). Ist das ein erstes Zeichen für die kommende Offenlegung der Abläufe? Die Mitglieder sind: Karl Eiermann, Möhlin, Präsident und zuständig für das Personal; Marion Wegner, Vizepräsidentin, Wallbach; Hanspeter Müller, Remetschwil, «Betriebe» sowie Kommunikation und Marketing; Markus Haller, Möhlin, und Pius Koller, Zuzgen, zuständig für Finanzen und Recht, Valentin Braccini, Möhlin, Immobilien; Ineke Lötscher, Möhlin, Alterswohnungen.
Karl Eiermann ist also intern für das Personal zuständig und zu Recht öffentlich angeprangert worden. Der zweite starke Mann ist Hanspeter Müller, der den edlen Titel «Delegierter des Vorstandes» trägt und für das Wohn- und Pflegezentrum (WPZ) zuständig ist. Er ist dadurch die direkte Ansprechperson der Zentrumsleiterin Trinidad Coi, gewissermassen ihr Chef. Beruflich ist er gleichzeitig Direktor des Pflegezentrums Süssbach in Brugg und des «Haus Eigenamt» in Lupfig. Wie die Aargauer Zeitung schrieb, entliess er vor vier Monaten in Lupfig Knall auf Fall drei ältere Pflegerinnen. Wo Hanspeter Müller auftaucht, scheinen überraschende Entlassungen üblich zu sein. Was Herr Müller unter «Kommunikation und Marketing», für die er auch zuständig ist, versteht, wäre interessant zu wissen. Eine sachliche Kommunikation mit der Öffentlichkeit oder den Mitgliedern ist mir nicht bekannt.
Die weiteren fünf Vorstandsmitglieder haben alle schon die Krise vor zwei Jahren mit Frau Dominguez überlebt. Sie hätten jederzeit die Mehrheit im Vorstand, um einen neuen Kurs zu erzwingen. Weshalb tun sie es nicht? Finden sie es amüsant, wenn bewährte Mitarbeitende unter Druck gesetzt oder entlassen werden und dann kritische Leserbriefe folgen? Auch wenn sie intern formell nicht zuständig sind, tragen sie gemeinsam die moralische Verantwortung für das, was im Stadelbach abläuft; oder eben falsch läuft.
Wir freuen uns auf baldige gute, nachvollziehbare Nachrichten.
WERNER MAHRER, EIN MELER IN SISSACH
