«Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl»

Di, 10. Aug. 2021
So würde sich der Ehering beziehungsweise das Wappen der neuen Gemeinde Herznach-Ueken präsentieren. Foto: zVg

Herznach und Ueken stimmen über den Fusionsvertrag ab

Am 13. August stimmen Herznach und Ueken an ihren Gemeindeversammlungen über den Fusionsvertrag ab. Die beiden Gemeindeammänner Thomas Treyer (Herznach) und Robert Schmid (Ueken) sind bezüglich Abstimmungsausgang zuversichtlich.

Bernadette Zaniolo

Ende Juni wurde der Fusionsvertrag an einer gemeinsamen Informationsveranstaltung in Ueken präsentiert. Trotz K.O.- Phase an der Fussball-EM lockte das Vertragswerk viele Bürgerinnen und Bürger der beiden Gemeinden in die Turnhalle. «Es war eine recht positive Stimmung und es kamen sehr wenige kritische Fragen», so der Herznacher Gemeindeammann Thomas Treyer bei der «Pulsfühlung» durch die NFZ am letzten Donnerstag. «Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl». Das Vertragswerk sei breit abgestützt, auch durch alle Arbeitsgruppen hindurch. Bis dato konnte er auch keine Gruppierungen feststellen, die gegen den Fusionsvertrag Stimmung machen würden. Dennoch: «wie bei jeder Abstimmung kann es Nein-Stimmen geben.»

«Negative Stimmen darf es auch geben», hält auch Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken, fest. In seiner Gemeinde sei ebenfalls «kein fundamentales opportunistisches Verhalten» auszumachen. Schmid ist wie sein Pendant aus Herznach überzeugt: «Es kommt zusammen, was zusammengehört». In vielen Bereichen würden Herznach und Ueken schon seit Jahren gut zusammenarbeiten. Seit 2020 auch auf Verwaltungsebene und seit dem 1. Januar 2021 ist diese in Herznach domiziliert. «Ein Laden – ein Chef», sagt Uekens Gemeindeammann jeweils, wenn er darauf angesprochen wird, wieso es trotz guter Zusammenarbeit diese Fusion «brauche». Konkret heisst das, dass es künftig – also bei einer Fusion – auch nur noch einen Gemeinderat und eine Finanzkommission usw. brauche. Schmid unterstreicht den «respekt- und vertrauensvollen» Ablauf sowohl der Ratssitzungen und in den Arbeitsgruppen während des gesamten Fusionsprozesses. Das habe unter anderem auch zum guten Ergebnis bei der Bildung beziehungsweise der Schule geführt. Der Vertrag sieht vor, dass die Schulhäuser in beiden Gemeinden erhalten bleiben. Den Kindergarten, die 1. und 2. Klasse besucht jedes Kind in seinem Dorf, die 3. und 4. Klassen werden in Herznach beschult, die 5. und 6. Klassen in Ueken. Tagesstrukturen werden im Schulhaus in Herznach angeboten, ein Transport für die Kleinen inbegriffen. Neu wird es eine Schulsozialarbeit für die ganze Schule geben (bisher keine in Ueken). Neu wird in einem Pilotprojekt für fünf Jahre eine Jugendarbeit angeboten. Und die Vereine werden im bisherigen Rahmen unterstützt.

Es wird davon ausgegangen, dass ein Steuerfuss von 110 Prozent ausreicht, um die Aufgaben der neuen Gemeinde zu erfüllen. «Ich bin optimistisch, dass die Mehrheit dem Fusionsvertrag zustimmt», so Robert Schmid. Gleichzeitig fügt er an: «Ich habe aber auch einen gewissen Respekt vor dieser Abstimmung.»

Sagen am 13. August beide Gemeindeversammlungen Ja zum Fusionsvertrag, kommt es am 26. September zur obligatorischen Urnenabstimmung. Stimmen beide Gemeinden dem Vertrag auch an der Urne zu, kann das kantonale Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt werden. Start der Fusionsgemeinde wäre dann am 1. Januar 2023.

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