Neue Gemeinde setzt auf «alte Hasen»

Di, 09. Mär. 2021

Böztal hat seine Gemeinderäte gewählt

Was nicht unbedingt zu erwarten war, ist eingetroffen. Alle fünf Plätze im neuen Gemeinderat der Fusionsgemeinde Böztal konnten am Sonntag im ersten Wahlgang besetzt werden. Das Vertrauen erhielten die bereits im Fusionsprozess bewährten Kräfte.

Simone Rufli

Guy David (Hornussen, 510 Stimmen), Andreas Thommen (Effingen, 489), Esther Röthlin (Elfingen, 470), Robert Schmid (Bözen, 459) und Roger Frey (Bözen, 459) bilden ab dem 1. Januar 2022 die erste Exekutive der Zusammenschlussgemeinde Böztal. Damit zieht die Steuergruppe, die den Fusionsprozess leitet, geschlossen in den neuen Gemeinderat ein. Bemerkenswert ist auch, dass mit diesem Ergebnis eingetroffen ist, was gewünscht und erhofft wurde, nämlich dass aus jeder der vier an der Fusion beteiligten Gemeinden mindestens eine Person im neuen Gemeinderat vertreten ist.

So gross die Freude bei den Gewählten am Sonntagnachmittag war, so ähnlich war bei allen die Reaktion am Telefon. «Endlich ist das Ergebnis bekannt!» Der Satz wiederholte sich bei jedem Anruf, den die NFZ machte. Kein Wunder. Alle acht Kandidierenden hatten sich lange in Geduld üben müssen. Erst kurz vor 15 Uhr war bekannt geworden, wer in den Gemeinderat von Böztal einziehen wird. Denn anders als bei den Grossratswahlen, wo eine kantonale Bewilligung die Öffnung der Abstimmungscouverts früher möglich macht, hatte mit der Auszählung der Stimmen für die Gemeinderatswahlen in Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen erst am Sonntagmorgen begonnen werden können.

Während Roger Frey die Zeit mit Velofahren im Kollegenkreis über die Runden brachte, Andreas Thommen nach einem langen Spaziergang mit Hund ins Aktenstudium eintauchte, Robert Schmid die Schwiegereltern besuchte und Esther Rötlin die Familie des Gottenkindes, versuchte sich Guy David mit Arbeit für die Firma abzulenken. Über das in sie gesetzte Vertrauen freuten sich am Ende alle fünf und alle betonten, wie erfreulich es sei, dass das Gremium nun bereits nach dem ersten Wahlgang feststehe. «So können wir bereits ganz konkret an der neuen Gemeinde arbeiten.» Wer Gemeindeammann und Vizeamman von Böztal wird, entscheidet sich dann im September.

Die Nichtgewählten
Wie es bei einer echten Wahl mit zu vielen Kandidaten nicht zu vermeiden ist, gab es am Sonntag auch Nichtgewählte, die sehr gut abschnitten. So wie der 25-jährige Mathias Pfister aus Bözen, der 414 Stimmen auf sich vereinte, als überzählig aber doch aus dem Rennen schied. «Es war klar, dass es für mich schwierig werden würde. Ich bin erst 25 und man kennt mich noch nicht überall gleich gut. Trotzdem ist es recht knapp geworden und es freut mich, dass ich so viele Stimmen bekommen habe.» Ebenfalls nicht gewählt wurde Reto Kägi. Auch er lag mit 387 Stimmen über dem absoluten Mehr von 370 Stimmen. Mit 357 Stimmen als einziger unter dem absoluten Mehr blieb der Hornusser Gemeinderat Gottfried Herzog. Er nahm das Ergebnis mit Gelassenheit hin. «Nicht mehr im Gemeinderat zu sein bedeutet für mich auch Luft für etwas Neues», meinte er im Gespräch mit der NFZ.

Zusammen mit den Gemeinderatswahlen fand auch die Wahl von drei Mitgliedern der Finanzkommission statt. Gewählt sind Dania Aebi (544 Stimmen), Thomas Erb (608) und Lukas Knecht (509). Anja Wendelspiess (754 Stimmen), Corinne Sutter-Reimann (695) und Jonas Ackermann (631) wurden in die Regionale Steuerkommission gewählt.

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