Bankumbau ist auf Kurs

Do, 25. Feb. 2021
Bankleiter Peter Senn (links) und Verwaltungsratspräsident Andreas Oeschger freuen sich über die Baufortschritte. Foto: Susanne Hörth

Die Raiffeisenbank Regio Laufenburg baut ihren Hauptsitz in Kaisten in eine Beraterbank um

Die Arbeiten sind im Bau- und Zeitplan. Bis Mitte Jahr soll die umgebaute Bank eröffnet werden.

Susanne Hörth

Wer sich zurzeit im Erdgeschoss der Raiffeisenbank Regio Laufenburg in Kaisten unterhalten möchte, muss seine Stimmlage deutlich anheben, um bei der vorherrschenden Lärmkulisse verstanden zu werden. Im Raiffeisengebäude wird gebaut. «Der fünfte Umbau, seit wir hier sind», sagt Bankleiter Peter Senn. Er steht zusammen mit dem Verwaltungsratspräsidenten Andreas Oeschger da, wo noch vor wenigen Monaten die Bankmitarbeitenden hinter ihren Schaltern die Kunden bedienten. An den ehemaligen Eingangsbereich erinnert nichts mehr. Wo einst Wände die Räume voneinander trennten, befinden sich grosse Durchbrüche, teilweise von Stahlträgern abgesichert. Frühere Fensterfronten sind hinter Schallbrettern verschwunden. Das gesamte Erdgeschoss des Bankgebäudes präsentiert sich im Rohbauzustand. «Wir sind auf Kurs», gehen Senn und Oeschger unisono auf die Frage nach dem Bau- und Zeitplan ein. Was zurzeit angesichts der grauen Betonböden, den unverputzten Backsteinwänden, fehlenden Fenstern und Türen noch kaum vorstellbar ist, soll bis Mitte Jahr als neue, helle und freundliche Beraterbank bereitstehen. «Wir hoffen, unsere Kunden ab Juli wieder hier begrüssen zu können», so Peter Senn.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werden vier Beratungsräume zur Verfügung stehen. Vom rollstuhlgerechten Eingang von der Hauptstrasse her gelangt man dann in eine grosse, offen gestaltete Eingangshalle, in der die Kundschaft am Welcome-Desk empfangen wird. Jener Beratungsraum, der von der 24-Stundenzone erreichbar ist, soll laut Verwaltungsratspräsident Andreas Oeschger auch Vereinen oder für Kundeninformationsanlässe ausserhalb der Banköffnungszeiten zur Verfügung stehen. Die Arbeiten schreiten gut voran, erklärt Peter Senn. Als Beitrag im Bereich erneuerbare Energien hat man sich zwischenzeitlich auch noch dazu entschieden, dass Dach mit einer Photovoltaikanlage zu versehen. Weil sich das aus dem Jahr 1979 stammende Bankgebäude in der Dorf kernzone befindet, muss die Anlage dachintern, also nicht sichtbar, installiert werden.

Provisorium hat sich bewährt
Als gute Entscheidung hat sich auch das Bankprovisorium unweit des jetzigen Bankgebäudes bewährt. Die dort vorhandenen Parkplätze ermöglichen das Halten direkt vor dem Provisorium mit Bancomaten. Das ist am normalen Standort zurzeit nicht möglich. Denn nicht nur am Bankgebäude, sondern auch direkt daneben und dahinter wird gebaut. Hier entstehen in den nächsten zwei Jahren vier neue Mehrfamilienhäuser sowie ein Einfamilienhaus. Der ebenfalls geplante Begegnungsplatz schliesst sich an die Raiffeisenbank an.

Andreas Oeschger und Peter Senn hoffen, dass es die Corona-Situation im Sommer wieder zulässt, die Bevölkerung zu einem Einweihungsfest einzuladen.


Gutes Jahresergebnis für die Raiffeisenbank Regio Laufenburg

In einem anspruchsvollen Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt wurde, war es der Raiffeisenbank Regio Laufenburg wichtig, eine verlässliche Partnerin für ihre Kundinnen und Kunden zu sein. Im Fokus stand eine unkomplizierte und rasche Unterstützung – insbesondere der KMU-Kunden. Die Raiffeisenbank Regio Laufenburg konnte 2020 ein gutes Ergebnis erzielen. Der Geschäftserfolg konnte mit 1,96 Millionen Franken stabil gehalten werden. Insbesondere im Kundengeschäft konnte die Bank zulegen und ihre gute Position weiter ausbauen. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen stiegen um 3,3 Prozent auf 300 Millionen Franken.

Stabile Ertragssituation
Das Zinsengeschäft ist nach wie vor der wichtigste Ertragspfeiler der Raiffeisenbank Regio Laufenburg. Aufgrund des herausfordernden Tiefzinsumfelds musste beim Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 1,4 Prozent auf 3,75 Millionen Franken verzeichnet werden. Der Erfolg aus dem Kommissionsund Dienstleistungsgeschäft hat um 5,8 Prozent zugenommen und die Hürde von 1 Million Franken überschritten. Im Gegensatz dazu fiel der Handelserfolg aufgrund rückläufiger Noten- und Devisentransaktionen mit 0,23 Millionen Franken leicht geringer aus als im Vorjahr (0,28 Millionen Franken). Das Hypothekargeschäft ist auch im Geschäftsjahr 2020 weitergewachsen. Das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 3,4 Prozent auf über 325 Millionen Franken. Eine sorgfältige Risiko- und Bonitätsprüfung stellt die sehr hohe Qualität der Portfolios sicher. Der Geschäftsaufwand ist im Berichtsjahr moderat um 1,8 Prozent auf 2,89 Millionen Franken gesunken. Zurückzuführen ist dies auf leicht tiefere Personalkosten und Einsparungen beim Sachaufwand. Die Cost-Income-Ratio liegt weiterhin auf dem guten Niveau von 56,9 Prozent. Trotz der Abnahme beim Zinserfolg konnte der Geschäftserfolg dank der positiven Kostenentwicklung mit 1,96 Millionen Franken stabil gehalten werden. (mgt)

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