Grosser Erfolg für Etzger KMU

Sa, 30. Jan. 2021
Mitarbeiter bei der Jehle AG. Foto: zVg

Jehle AG holt «Silber» an europäischem Wettbewerb

Die Jehle AG in Etzgen ist Technologiepartner in der werkzeuggebundenen Serienfertigung von Komponenten und Baugruppen aus Metall und Kunststoff. Mit rund 170 Mitarbeitenden beliefert das Unternehmen Kunden in der ganzen Welt. Die Produkte finden Anwendung in der Automobil- Elektrogeräte-, Elektronik-, Energie-, Bau-, Maschinenbau- und Möbelindustrie, sowie den Branchen Medical und Health-Care. Nach dem Bau des fünften Produktionswerkes wurde 2019 das «Technologiecenter Werkzeug- und Formenbau» eingeweiht (die NFZ berichtete). Ein Jahr nach Eröffnung des neuen Werkzeugbaus entschied sich das Unternehmen, die Erreichung der gesteckten Ziele und die Positionierung im europäischen Umfeld zu prüfen. «Mit der Anmeldung zum europäischen Wettbewerb Excellence in Production stellten wir uns dazu der Bewertung einer externen Experten-Jury», so Martin Hummel, Leiter Verkauf und Marketing und Geschäftsleitungsmitglied der Jehle AG.

Der seit 2003 jährlich stattfindende Wettbewerb «Excellence in Production» (EIP) des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen sowie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT verfolgt das Motto: Lernen von den Besten. Über 300 Werkzeug- und Formenbaubetriebe nutzen jedes Jahr die Gelegenheit, ihre Position im Wettbewerb zu ermitteln, um sich zu optimieren. Auch die Jehle AG hat sich 2020 in diesem Wettbewerb gemessen und sich der Prüfung und Bewertung der externen Experten-Jury gestellt.

Zweistufiges Verfahren
Nach der Anmeldung konnten Unternehmen zunächst den ersten Teil des Fragebogens ausfüllen. Dafür war bis zum 1. März 2020 eine Auswahl an 30 zentralen Fragen zu beantworten, die sogleich ausgewertet wurden. In der zweiten Fragebogenphase mit vertiefenden Fragen mussten die Unternehmen bis zum 1. Juni den Fragebogen vervollständigen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Das Expertenteam der beiden Aachener Institute besuchte nach der Auswertung der Fragebögen die zwölf bestplatzierten Unternehmen vor Ort und konnte sich dabei persönlich von deren Leistungsfähigkeit überzeugen. Am 2. Oktober 2020 nominierte die Jury die zehn besten Unternehmen für das Finale, aus dem schliesslich der Gesamtsieger hervorgeht. Eine Jury aus Vertretern von Wissenschaft, Bundespolitik, Verbänden und Industrie zeichnet während der Preisverleihung sowohl den Gesamtsieger als auch die Besten innerhalb verschiedener Kategorien mit einem wertvollen Pokal und Urkunden aus. Der Erstplatzierte erhält den begehrten Pokal und die dazugehörige Urkunde vom Vorjahressieger, der Fritz Stepper GmbH & Co. KG. «Besonders gründlich betrachteten die Juroren die technologische Leistungsfähigkeit sowie organisatorische Aspekte der Unternehmen entlang des gesamten Prozesses der Auftragsabwicklung», so Martin Hummel. Im Wettbewerb mit den 300 besten Werk zeugbauer n i m ga n zen deutschsprachigen Raum hat die Jehle AG in ihrer Kategorie «interner Werkzeugbau bis 50 Mitarbeiter» den zweiten Platz erreicht.

«Wir wussten, dass wir mit dem Neubau sehr gut aufgestellt sind. Doch, dass wir aus dem Stand beziehungsweise schon nach einem Jahr diesen Erfolg feiern können hatten wir nicht erwartet», freut sich Hummel. Diese gute Fremdbewertung sei eine Bestätigung der eigenen Wahrnehmung beziehungsweise, dass man nicht «selbstverliebt» sei. «Das Diplom ist eine Bestätigung unserer Leistungen und ist eine gute Kommunikation nach aussen», so Hummel weiter. Gleichzeitig unterstreicht er den hohen Stellenwert der Lehrlingsausbildung, welche im Rahmen des Neubaus eine eigene Lehrwerkstatt erhielt. Einen Einblick in das Unternehmen gibt die neu gestaltete Homepage. (bz/mgt)

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