Benedikt Gürtler will Gemeindeammann werden

Fr, 29. Jan. 2021
Benedikt Gürtler und Claudia Seewald treten zu den Neuwahlen in Obermumpf an. Gürtler kandidiert als Gemeindeammann, Seewald will sein bisheriges Amt als Vizeammann übernehmen. Foto: zVg

Gemeinderat Obermumpf: zwei von fünf Bisherigen treten nochmals an

Vor über acht Jahren erfuhr Benedikt Gürtler aus dieser Zeitung, dass sein Dorf einen Gemeinderat sucht. So hat für ihn alles begonnen. Jetzt will er Gemeindeammann werden. Auch Claudia Seewald kandidiert für eine weitere Amtsperiode.

Ronny Wittenwiler

Die Neuwahlen für die Amtsperiode 2022/2025 wurden in Obermumpf auf den 13. Juni 2021 festgelegt. Jetzt ist bekanntgeworden: Von den bisherigen fünf Gemeinderatsmitgliedern kandidieren mit Benedikt Gürtler und Claudia Seewald zwei Bisherige erneut. «Die drei bisherigen Ratsmitglieder Eva Frei, Andreas Bürgin und Jürgen Schneider stellen sich aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung», heisst es zudem in den amtlichen Mitteilungen der Gemeinde. Mit dem Entscheid von Eva Frei, auf eine weitere Amtsperiode zu verzichten, kündigt sich ein Wechsel auf dem Posten des Gemeindeammanns an. Benedikt Gürtler, seit 2015 Vizeammann, kandidiert als Nachfolger für Frei. Gürtler ist nach Frei amtsältestes Mitglied im Gemeinderat.

Erfahrungen gesammelt
Es war anfangs Oktober 2012, als Benedikt Gürtler in dieser Zeitung gelesen hatte, dass Obermumpf einen Gemeinderat suche. Die NFZ titelte damals – vor dem Hintergrund mehrerer Wechsel in der Exekutive – etwas ketzerisch: «Der Nächste, bitte». Das Thema habe ihn nicht mehr losgelassen, sollte Gürtler nur Tage später erklären und am 1. Januar 2013 nahm er als neu gewählter Gemeinderat seine Arbeit auf. Jetzt will Benedikt Gürtler Gemeindeammann werden. Eine Überlegung sei unter anderem gewesen, dass damit im Gremium eine gewisse Kontinuität aufrecht erhalten würde. Er behaupte nicht, dass das Amt als Gemeindeammann nicht auch jemand ausführen könne, der neu in den Gemeinderat kommt, sagt Gürtler. «Es dürfte aber ein Vielfaches einfacher sein, wenn man eine gewisse Erfahrung mitbringt.» Dass er als Vizeammann nun quasi nachrutsche, sei also so etwas wie eine logische Folge. Mit seiner Kandidatur wolle er sich weiterhin für das Dorf einbringen, sich engagieren. Kontinuität bedeute für ihn auch, dass man ein solches Amt nach Möglichkeit länger als bloss eine Amtsperiode mache. «Darum habe ich mir gesagt: Wenn du es machen willst, dann jetzt. Ich habe noch sieben Jahre vor mir, dann komme ich ins AHV-Alter», erklärt Gürtler und schiebt mit einem Lachen und einer Portion Selbstironie nach: «Okay, Joe Biden war etwas älter. Aber so will ich das dann nicht mehr.» Gürtlers Kandidatur wird unterstützt von «Die Mitte Aargau».

Seewald kandidiert als Vizeammann
Auch die parteilose Claudia Seewald würde bei einer Wiederwahl für die Amtsperiode 2022/2025 für Kontinuität stehen. Seit 1. Juni 2019 ist sie Mitglied des Gemeinderats und kandidiert für das Amt als Vizeammann.

Eva Frei, die als Frau Gemeindeammann nicht mehr zu den Neuwahlen antritt, ist seit 2010 Gemeinderätin; 2012 wurde sie zuerst zur Frau Vizeammann gewählt, seit 2014 amtet sie als Frau Gemeindeammann. In einem Interview mit der NFZ sagte sie einmal: «Der Grund, weshalb ich das hier mache, ist nicht die Politik, sondern das Dorf und seine Menschen. Dafür möchte ich mich einsetzen.» Gürtler, der vor über acht Jahren aus der Zeitung erfahren hatte, dass Obermumpf einen Gemeinderat sucht, gibt sich zuversichtlich, dass sich auch künftig Personen finden lassen, die Gleiches vorhaben. Im Gemeinderat habe stets ein kollegiales Verhältnis geherrscht. «Ich hoffe, dass es auch künftig in diesem Stil weitergeht.»

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