Frischzellenkur für die K491

Fr, 04. Dez. 2020
Die Kantonsstrasse in Obermumpf soll auf ihrer gesamten Länge durchs Dorf saniert werden. Foto: Archiv NFZ

Knapp 1,9 Millionen Franken kostet Hauptstrassen-Sanierung durch Obermumpf

An der Gemeindeversammlung soll Traktandum 7 den Weg für die meistbefahrene Strasse im Dorf ebnen.

Ronny Wittenwiler

Keine halben Sachen: Gleich auf voller Länge – und das sind immerhin 1250 Meter – soll die Dorfdurchfahrt von Obermumpf saniert werden. Der Gemeinderat beantragt an der Gemeindeversammlung von heute Freitagabend einen entsprechenden Kredit. Nachdem die Exekutive in der Vorwoche zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt geladen hatte, entscheidet der Souverän nun über die Kreditvorlage.

Diverse Anpassungen bei den Bushaltestellen
Der Deckbelag der Kantonsstrasse sei in einem schlechten Zustand, hält der Gemeinderat in seiner Botschaft zur Gemeindeversammlung fest. Vorgesehen ist deshalb eine komplette Entfernung des bestehenden Deckbelags im gesamten Innerortsbereich. Er soll durch einen neuen lärmoptimierten Deckbelag ersetzt werden. Im Zuge des Projekts erfolgen zudem Anpassungen bei den Bushaltestellen, da diese die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes nicht erfüllten. Der Gemeinderat hält hierzu fest: «Die grösste Veränderung betrifft die Haltestelle alte Post in Fahrtrichtung Schupfart, welche neu gegenüber des Mühliweges zu liegen kommt.» Alle anderen Haltestellen, obschon sie ebenfalls angepasst werden, bleiben hingegen erhalten. Vorgesehen sind zudem diverse Anpassungen von Gehwegen im Bereich der Haltestellen. «Um die Haltestelle Bündtematt Fahrtrichtung Schupfart besser erreichen zu können, wird bachseitig ab der Einmündung Studenmatt bis zum Knoten Leueren ein neuer Gehweg erstellt. Die Zugänglichkeit zur Haltestelle alte Post in Fahrtrichtung Schupfart wird ebenfalls neu erstellt.»

Die Gesamtkosten für die Belagssanierung belaufen sich auf knapp 1,9 Millionen Franken – wovon «lediglich» vierzig Prozent auf die Gemeinde Obermumpf entfallen. Den Rest übernimmt der Kanton. Zuzüglich weiterer Kosten (mehrere Kandelaber, Schachtdeckel, etc.) beläuft sich der Gemeindeanteil für Obermumpf schliesslich auf 993 000 Franken. Zustimmung vorausgesetzt, soll die Ausführung des Projekts im Jahr 2022 erfolgen, wie Gemeindeschreiber Marco Treier erklärt. Im kommenden Jahr erfolgen zuerst Projektauf lage sowie Landerwerbsverfahren.

Obermumpf will neu Jurapark-Gemeinde werden
Das Strassenprojekt ist ohne Frage das gewichtigste Geschäft an der Gemeindeversammlung. Auch auf der Traktandenliste stehen zwei Kredite im Rahmen der GEP-Massnahmen (Genereller Entwässerungsplan) in Höhe von jeweils 195 000 und 163 000 Franken sowie ein Verpflichtungskredit über 110 000 Franken für die Überarbeitung der Grundwasserschutzzonen und das dazugehörige Reglement. Neben der Rechnung 2019 – sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 290 000 Franken – erhält die Versammlung das Budget 2021 basierend auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 122 Prozent zur Genehmigung vorgelegt. Das Budget sieht einen Aufwandüberschuss von rund 100 000 Franken vor.

Letztlich sollen die Obermumpfer nicht nur den Weg für eine sanierte Strasse durchs Dorf ebnen, sondern auch für die Mitgliedschaft in einem grösseren Verbund: Der Gemeinderat beantragt seinen Stimmbürgern den Beitritt zum Jurapark Aargau für die Betriebsphase 2022 bis 2031.

Die Gemeindeversammlung von heute Freitagabend in der Turnhalle Obermumpf beginnt um 20.15 Uhr.

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