Steuerfuss von 119 Prozent

Di, 24. Nov. 2020

Wittnau spart Geld für Turnhalle

Zuerst sparen, und erst wenn das Geld vorhanden ist, eine Anschaffung machen. Genau so will der Gemeinderat von Wittnau beim Projekt Turnhalle vorgehen. Er beantragt deshalb der Gemeindeversammlung eine Vorfinanzierung. Mit diesem Instrument können über einen gewissen Zeitraum Rückstellungen für ein bestimmtes Vorhaben gemacht werden. Und damit in den nächsten Jahren auch tatsächlich erste finanzielle Vorleistungen für die Massnahmen an der Turnhalle geleistet werden können, beantragt der Gemeinderat zugleich mit dem Budget 2021 eine Erhöhung des Steuerfusses um sieben Prozent auf neu 119 Prozent. «Damit», so der Gemeinderat in den Unterlagen zur Versammlung, «erreichen wir einen Ertragsüberschuss von 273120 Franken, der rückgestellt werden kann». Die finanzielle Lage soll im Jahr 2023 neu beurteilt werden, «so dass, wenn finanziell möglich, mit der Planung der Turnhalle im Jahr 2024 begonnen werden kann», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft.

Die Rechnung 2019 schliesst mit einem Gewinn von 483919 Franken, zurückzuführen auf Mehreinnahmen bei den Steuern. Zudem fielen die Kosten für die Gesundheit tiefer aus als erwartet.

Damit künftig in gewissen Fällen die Einsatzkosten der Feuerwehr Wittnau weiter verrechnet werden können, wurde ein Reglement ausgearbeitet. Das Reglement über den Einsatzkostentarif wird auf der Webseite der Gemeinde veröffentlicht und kann auf der Gemeindeverwaltung bestellt oder bezogen werden. Bei Genehmigung tritt das Reglement am 1. Januar 2021 in Kraft.

Zustimmung erhofft sich der Gemeinderat auch zu Traktandum 7, Zusatzkredit Sanierung Hauptstrasse Werkleitungen, Knoten Guggermatt. Bei der Einholung des Kredits «Diverse Massnahmen Gemeindewerke Hauptstrasse mit Kosten von Total 1,829 Millionen Franken» an der Gemeindeversammlung im Juni 2015 sei nicht bekannt gewesen, dass der Kanton seit Beginn 2020 auch die Sanierung der Wölf linswilerstrasse plane. Aus diesem Grund sei jetzt ein Zusatzkredit einzuholen. «Gemäss der Wasserversorgungsplanung der Gemeinde ist der Ersatz der Wasserleitung Wölf linswilerstrasse und Hauptstrasse Priorität 1», schreibt der Gemeinderat und hält fest: wenn der Kanton jetzt die Wölflinswilerstrasse saniert, müsse er reagieren und Synergien nutzen, um Kosten einzusparen. Allein die Kosten für den Ersatz der Wasserleitung belaufen sich auf rund 166 000 Franken. Dazu kommen noch weitere Kosten, so dass der Versammlung am 26. November ein Zusatzkredit in der Höhe von 208 800 Franken beantragt wird. Insgesamt legt der Gemeinderat der Einwohnergemeinde einen bunten Strauss von 17 Traktanden vor. (sir)

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