Rheinfelden medical

Fr, 20. Nov. 2020

Sportverletzungen – Bewegung auf eigene Faust

Dr. med. Holger Penninggers, Leitender Arzt, Klinik für Traumatologie, Orthopädie und Handchirurgie des GZF

Das Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr. Die anhaltende Coronavirus-Pandemie – mit «Social Distancing» und Quarantäne – betrifft und bewegt uns alle und wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Diese neue, ungewisse Situation löst bei einigen Menschen Ängste und Unbehagen aus. Diese innere Unruhe manifestiert sich bei einem Grossteil der Bevölkerung in einem starken Bewegungsdrang. Auf eigene Faust suchen diese Menschen nach Bewegungsmöglichkeiten, da viele Sportvereine und Fitnessstudios ihr Angebot reduziert haben und vorübergehend sogar geschlossen waren.

Die gute Nachricht vorweg: Sport ist gesund und es spricht absolut nichts dagegen, seinem Bewegungsdrang zu folgen. Bewegung hilft, unser Immunsystem zu stabilisieren, das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und Übergewicht vorzubeugen.

Allerdings kann es bei unvorbereiteten Trainings auch zu Verletzungen kommen, die schwerwiegende Folgen haben können. Dazu gehören Fehloder Überbelastungen, verdrehte Gelenke, Muskelfaserrisse, Sehnenverletzungen und Prellungen. Ohne die oft von Trainern und Instruktoren geführten Anleitungen gehen nämlich die jetzt frisch Sportbegeisterten ans Werk: sei es in der Natur beim Joggen, Nordic Walking oder Biken oder zu Hause beim online Fitness-Parcours. Viele machen begeistert mit – ohne Supervision, teilweise auch ohne Aufwärmen oder die nötige Sport- und Schutzausrüstung. In den Notfallstationen führt dies zu einem deutlichen Anstieg an Patienten.

Werden Verletzungen oder Überlastungen nicht zeitnah professionell behandelt oder nur unzureichend ernst genommen, können sich die Beschwerden chronifizieren. Chronifizierte Beschwerden lassen sich aber erfahrungsgemäss nur noch schwer wieder in eine gesunde und gut funktionierende Situation überführen.

Daher der Experten-Tipp mit der «P-E-C-H Regel»: P-E-C-H steht für «Pause», «Eis auflegen», «Compressionsverbände» und «Hochlagerung». Sollten Sie damit keine merkliche Besserung erzielen, empfiehlt sich dringend eine professionelle, sportmedizinische Beratung.

«Rheinfelden medical» ist eine Kooperation der vier bedeutenden Rheinfelder Unternehmen im Gesundheitsbereich: Gesundheitszentrum Fricktal AG, Salina im Parkresort Rheinfelden, Reha Rheinfelden sowie Klinik Schützen Rheinfelden. In Zusammenarbeit mit der Neuen Fricktaler Zeitung publiziert ein Partner regelmässig einen Ratgeber zu aktuellen Gesundheitsthemen.

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