Ein Dorf und seine vielen Stationen

So, 22. Nov. 2020
Foto: Susanne Hörth

Auf zur spannenden Spurensuche

25 Stationen im Kaister Bann bieten viel Wissenswertes

Der Heimatweg Bann in Kaisten informiert niederschwellig über Geschichte, Natur, Industrie und auch über Sagenhaftes. Verantwortlich für die Schaffung der beiden Heimatwege Dorf und Bann ist die Ortsbürgerkommission.

Susanne Hörth

Ein Dorf wächst, entwickelt, verändert und gestaltet sich insbesondere durch die Menschen, die hier leben und wohnen. Was sich wann, wo und wie im Laufe der Zeit getan hat, welche Umstände zu einer Veränderung geführt haben und wie der aktuelle Stand ist, wird in der Regel in Geschichtsbüchern und Jahreschroniken festgehalten. Auch Kaisten verfügt über solche geschichtlichen Werke. Interessierte, die nicht nur in einem Buch blättern und lesen möchten, sondern sich gerne auch selbst auf Spurensuche begeben, sind in Kaisten inklusive Ortsteil Ittenthal eingeladen, sich auf eine oder gar alle vier Routen des Heimatweges Bann mit seinen informativen Stationen zu begeben. Die Ortsbürgerkommission, die schon vor drei Jahren mit dem Heimatweg Dorf auf Besonderheiten innerhalb der beiden Ortsteile aufmerksam gemacht hatte, bietet mit dem Heimatweg Bann und seinen 25 Stationen nun noch mehr Wissen über eine lebendige Gemeinde.

Jede Station ist mit einer Tafel ausgestattet, auf welcher Fotos und Texte ergänzende Informationen bieten. Dabei wird ein breiter Querschnitt geboten.

Erzählt wird etwa von den Römern, die einst im Ort lebten, von der historischen Strasse im Obert oder auch dem Rhein und der Fischerei. Ebenso wird der Natur den ihr gebührenden Stellenwert zugeordnet. Dabei geht es unter anderem um die Bedeutung der Eichen, die Hochstammbäume im Hundsbüel, die Baumhasel-Versuchsreihe Tälematt, Schutz der Natur oder auch das Zofingerwäldli. Bei letzterem geht es um eine seit den 1970er-Jahren gepf legte Partnerschaft zwischen dem Dorf Ittenthal und der Stadt Zofingen. Die langjährige Freundschaft wurde 1979 mit dem gemeinsamen Pf lanzen von Douglasien ein weiteres Mal bestätigt. Seither gibt es in Ittenthal eben ein Zofingerwäldli.

Auf den vier Rundwegen des Heimatweges Bann kann auf den entsprechenden Tafeln auch einiges über die Dörfer Kaisten und Ittenthal (sie sind erst seit 2010 vereint) in Erfahrung gebracht werden. Wie sich mit der Schaltanlage im Kaisterfeld oder der Ansiedlung der Pharmaindustrie auch das dörfliche Kaisten in Richtung Industrialisierung verändert hat, ist an den entsprechenden Orten ebenfalls beschrieben.

Dass auch Sagenhaftes Platz auf den individuell wählbaren Rundwegen hat, zeigt sich an den Beispielen mit dem Tüttigrabenhund oder dem Schinberg und seinem verborgenen Seelein. Dass die Sagen und ihre dazu gehörenden Fabelwesen auch schon mal real werden können, davon berichten die Tafeltexte ebenfalls. Der Heimatweg verspricht gesundes Spazieren im Gemeindebann kombiniert mit Entdecken, Informieren und Staunen.

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