Grosses Öpfelgaudi

So, 18. Okt. 2020

Kindergärtler auf dem Eichhof in Herznach: Mädchen und Buben nutzen mit ihren Kindergärtnerinnen das vom Jurapark Aargau angebotene Schulmodul und erfuhren auf spielerische Art und Weise viel rund um den Apfelbaum.

«Most vom Hochstammbaum» war das Thema eines besonderen Ausf luges. Michaela Stäuble-Treier, Kindergärtnerin aus Wölf linswil hat zusammen mit Astrid Schmid und Doris Frey mit dem Herznacher-Kindergarten Regenbogen die ganze Obstherrlichkeit auf dem Eichhof näher erkundet. Es gestaltete sich zu einem besonderen Fest und ermöglichte auf spielerische, praktische und gleichsam schulungsintensive Art und Weise einen Zugang zur Natur und zum Apfelbaum. Das Schulmodul wird vom Jurapark Aargau angeboten und hier von Sandra Leubin betreut. Das Modul findet grossen Anklang. Vergleichbare orts- und naturnahe Angebote werden auch für die Lebensräume von Glögglifrosch und Wiesel gemacht.

Als die Teilnehmer auf dem Hof in Herznach eintrafen und ein Bohnapfelbaum knapp aus dem Nebel auftauchte, lagen die herbstlichen Temperaturen bei knapp 4 Grad. Aber die ganze Schar war äusserst munter unterwegs. Die gewaschenen Äpfel wurden zerkleinert und dann mit aller Kraft in der kleinen Mostpresse ausgepresst. Und schon sprudelte in das Trinkgefäss, was noch kurz vorher unterm grossen Apfelbaum gesammelt worden war. Es blieb nicht nur beim Apfel. Es wurde auch gelernt und untersucht, was in den Hochstammgärten alles so lebt und warum viele Tierarten auf diesen Lebensraum angewiesen sind. Man betrachtete auch den Landschaftswandel und was der Konsument selbst beeinflussen kann. Beste Voraussetzungen für diesen wohnortsbezogenen Unterricht bot der Eichhof. Die Familie Gasser betreut hier mit Erfolg hofbegleitend den Agrotourismus. Damit bestehen gute Infrastruktur-Voraussetzungen. Zum Züni konnten sich die Kinder ideal in den aufgewärmten Aufenthaltsraum, dem ehemaligen Stall, zurückziehen. Mit Liedern, viel Gaudi, Klatschen und Tratschen waren bald alle wieder gut aufgewärmt. Das Ganze hat sogar eine Fortsetzung. Jeden Freitag gehen die Kinder mit Begleiterinnen den nahen Wald und besuchen unterwegs auch «ihren» Apfelbaum. So können sie alle die Veränderung des Baumes im Verlaufe eines Jahres beobachten. «Die Natur ist halt doch eine grosse Lernschulstube», sind sich alle einig. (bi/)

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