Kirschenqualitätswettbewerb 2020: Das beste Chriesi kommt aus Kaisten

Do, 18. Jun. 2020
Foto: Susanne Hörth

Gregor Rehmann hat den Kirschenqualitätswettbewerb 2020 gewonnen

Nach 2010 hat der Kaister Gregor Rehmann mit seinen Kirschen zum zweiten Mal den Aargauer Spitzenplatz erreicht. Der Verband Aargauer Obstproduzenten beurteilt die Frucht wie auch den Gesamteindruck der Kirschenanlage. Diese wird der diesjährige Preisträger in den nächsten Monaten um rund 800 Bäume erweitern.

Susanne Hörth

«Ich war schon etwas überrascht, dass ich gewonnen habe», lacht ein sichtlich erfreuter Gregor Rehmann am Dienstagabend. In der Hand hält der Kaister die Urkunde, welche ihm diesen Sieg attestiert. Rehmann hat beim Aargauer Kirschenqualitätswettbewerb 2020 die beste Bewertung erzielt und somit den begehrten Spitzenplatz erreicht. Vergeben wird der Preis vom Verband Aargauer Obstproduzenten (VAOP). Die Fachexperten des Verbandes – in diesem Jahr Franz Freiermuth aus Wölflinswil und André Ziegler aus Brunnen – bewerten den Fruchtbehang, die Fruchtgrösse, die Fruchtqualität und den Gesamteindruck der Kirschenkultur. An der Preisverleihung von Dienstagabend konnten sich die Anwesenden gleich selbst ein Bild über die Siegeranlage verschaffen.

Gregor Rehmann erklärte, dass auf der eine Hektare grossen Anlage mehrere Chriesisorten heranreifen. Ein Hagel- und Regendach schützt die Früchte vor Witterungseinf lüssen, ein Netz vor Vögel und der Kirschessigfliege. Vorhanden ist auch eine Bewässerungsanlage. Bereits seit 15 Jahren hegt und pflegt Rehmann die Anlage. Für diese wie auch die Qualität der Früchte wurde er bereits 2010 mit dem ersten Preis vom VAOP ausgezeichnet.

Eine Auszeichnung, die ihn mit Stolz erfüllt, gleichzeitig betont er aber auch, dass er unabhängig des Preises nichts anderes machen würde. «Es steckt ganz viel Herzblut dahinter. Das Mitmachen beim Wettbewerb ist spannend. Wir können bei anderen Obstbauern schauen, wie sie es machen.» Neben Rehmann haben zwölf weitere Aargauer Kirschproduzenten am Wettbewerb teilgenommen. Alle Anlagen, wurde von Seiten VAOP-Vorstand festgehalten, befinden sich in einem sehr schönen Zustand und haben deshalb ebenfalls den Gold-Status erhalten. Gregor Rehmann führt aufgrund der besten Bewertung diesen Gold-Reigen an.

Seit drei Wochen auf dem Endelhof
Für Gregor Rehmann, seine Partnerin Heidi Güdel und die gemeinsamen Kinder Loris und Vanja war die Preisverleihung am Dienstag ein kurzer Moment des Ausruhens. Hinter ihnen liegen intensive Wochen und in der nahen Zukunft ist einiges geplant. Seit drei Wochen wohnt die Familie auf dem Endelhof. Zuvor lebten sie in ihrem ehemaligen Haus neben der Moschti, nahe der Kaister Schule. Das zum Kaister Hof gehörende Land hat Rehmann bereits seit 2005 gepachtet. Mit dem Kauf der gesamten Liegenschaft wird der Arbeitsort nun auch zum Zuhause für die ganze Familie. Ein Baukran neben dem Wohnhaus macht deutlich, hier ist etwas Neues geplant. Neben einer Lagerhalle auch die neue Moschti, so Rehmann. In diesem Jahr wird aber noch am alten Ort vis à vis Eichhörnli-Brunnen gemostet. Auch die Kirschenanlage wird um fast die bestehende Grösse verdoppelt. «Es werden rund 800 Bäume zusätzlich gepflanzt», führt der Obstbauer dazu aus. Zum Betrieb gehören neben den Kirschbäumen auch rund 800 Zwetschgenbäume und zirka 500 Apfelbäume. Mit seinem Süssmost darf sich Gregor Rehmann regelmässig auch Gold «umhängen» lassen.


Erwartet wird ein gutes Kirschenjahr

Laut Verband Aargauer Obstproduzenten darf man sich in diesem Jahr auf grosse, aromatische Kirschen aus der Region freuen. Nach einem milden Winter und einem trockenen Frühling 12 bis 14 Tage früher als im Vorjahr. Im Aargau erwarten die rund 100 Kirschenproduzenten 600 Tonnen Tafelkirschen, 200 Tonnen Konservenkirschen sowie 500 bis 700 Tonnen Brennkirschen. (nfz)

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