«Im Fricktal geboren», einmal anders

Fr, 13. Mär. 2020
Foto: Vreni Weber

Es darf gemeckert werden

Nachwuchs auf dem Ziegenhof

Bald sollen die schneeweisen Zicklein auf die saftigen Weiden.

Vreni Weber

Fröhlich und zumal etwas ungestüm hüpfen sie durcheinander, zwängen interessiert ihre Köpfe durch die engen Öffnungen der Bretterwand und knabbern an allem, was sie erreichen können, die kleinen schneeweissen Zicklein. Gut geschützt warten sie in ihrem Stall auf mildes, freundliches Frühlingswetter, damit sie endlich nach draussen dürfen.

Auf dem Rütihof, dem hintersten Hof in Elfingen, sind in den vergangenen Wochen 39 weisse Saanenzicklein zur Welt gekommen und weitere werden demnächst erwartet. Auch wenn die Regel ein Zicklein pro trächtige Ziege lautet, gibt es immer wieder Zwillings-, ab und zu Drillings- und einmal gab es sogar Vierlings-Geburten. Thomas Wüthrich, der den Betrieb seit 2003 zusammen mit seiner Frau Karin bewirtschaftet, erzählt, dass sie zu Beginn Burenziegen als Hobby hielten. 2007 kauften sie nach einem Blick ins Herdebuch drei Saanenziegen dazu. Doch bald einmal wurde mehr aus dem Hobby und heute setzt der bio-zertifizierte Bauernbetrieb neben der Mutterkuhhaltung voll auf die Ziegen. Laufend wurde zur Ziegenhaltung dazu gelernt. So lassen die Wüthrichs beispielsweise den Ziegen auf den Weiden den Vortritt vor den Kühen, damit diese übers Futter keine Parasiten aufnehmen.

Selber ins Käsemachen eingearbeitet
Auch bei der Milchverarbeitung, heute von 72 Milchziegen, gab es viel zu lernen. Thomas Wüthrich besuchte zwei Milchverarbeitungskurse und probiert seither in der hofeigenen Käserei gerne immer wieder Neues aus.

2015 wurde der Ziegenfrischkäse mit dem Jurapark-Label ausgezeichnet. Die Produktepalette wuchs in den vergangenen Jahren stetig. Ihre Rohmilch, den Ziegenfrischoder Hartkäse, Jogurth und Feta, aber auch Ziegenfleisch vermarkten die Wüthrichs direkt an den Wochenmärkten im Meck in Frick oder in Baden, oder beliefern damit Restaurants, verschiedene Bioläden und den Grossverteiler Coop.

Das erste Mal auf der Weide
Ab Mitte März, sobald das Gras etwas saftiger und das Wetter etwas stabiler ist, werden die kleinen Saanezicklein, die dieses Jahr alle auf Namen mit N hören, nach draussen dürfen.

Bei ihrem ersten Weidegang gilt es, die Hänge mit den Buschbeständen rund um den Hof zu erkunden und mit fröhlichem Gemecker auf sich aufmerksam zu machen.

 

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