Zustimmung zur Deponie-Vergrösserung

Fr, 08. Nov. 2019
Der Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) von links: Daniel Suter, Jeanette Meier und Franz Zimmermann. Foto: Christiane Pfeiffer

An der 48. Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) in Ueken wurde einstimmig für den Fonds über neun Millionen Franken für die Deponie Seckenberg gestimmt.

Christiane Pfeifer

Die Deponie Seckenberg soll durch den Fonds deutlich vergrössert werden. In der Deponie werden laut dem Präsidenten des GAOF Daniel Suter hauptsächlich ein Schlackenund ein Biomassenkompartiment betrieben. Suter sagte: «Wir werden die Schlacke auf dem Bioreaktor Areal zwischenlagern.» Dies ist laut Suter auch der Grund, warum in diesem Jahr kein Bioreaktormaterial angenommen werden soll. Die Trennung der Materialien erfolgt laut dem Präsidenten mit Hilfe einer Folie.

Die Frage aus dem Publikum, wie es mit dem Rückbau und den Kosten der Zwischenabdeckung aussieht, beantwortete Suter mit: «Die Plane bleibt bestehen.» Er sagte weiter: «Die Plane wird schräg hineingelegt, damit das Wasser ablaufen und aufgefangen werden kann, dadurch haben wir den zusätzlichen Nebeneffekt, dass wir die Wasserbilanz verbessern.» Die Schlacke soll bis zu sechs Jahre zwischengelagert werden. Das Geld für die Deponieerweiterung Nord stammt aus Überschüssen aus dem Betrieb. Suter betonte: «Es braucht keine Zuschüsse von den Gemeinden.» Die Deponie soll sich der Landschaft anpassen.

Für die Erneuerungen des Gassystems auf der Deponie wurden laut Suter mittlerweile alle Pumpen ersetzt. Er ist zufrieden: «Die Auswirkungen sind gut und die Gasfackel brennt wieder.» Es müssen aber noch Lecke in den Verbindungsleitungen repariert werden. Das weitere vorgehen soll in der nächsten Abgeordnetensitzung im Juni besprochen werden und die Massnahmen bis zum Herbst nächsten Jahres ausgeführt sein.

Private Firmen verwirren
Einige Verwirrung gab es laut Suter über private Firmen, die Recycling anbieten. Suter gab an: «Die Abfallentsorgung ist Sache der Gemeinde.» Für die Zukunft soll ein Musterbrief erstellt werden. «Gemeinden, die Probleme mit freien Firmen haben, können sich an den GAOF wenden», so Suter. Besonders freute sich Suter, dass vierundzwanzig von siebenundzwanzig Gemeinden anwesend waren. Er bedankte sich bei den Anwesenden für das Interesse an der Deponie. In der Erfolgsabrechnung 2019 wurde ein Fehler im Übertrag gemacht. Suter dazu: «Bei dem Punkt Unterhalt und Tiefbauten wurde der Betrag vergessen.» Dieser wurde im Jahr 2020 berücksichtigt.

Weiter Kosten fallen unter anderem durch eine externe Firma an, die die Schlackenabdichtung der Plane kontrollieren soll. Die GAOF vermisst ausserdem die Deponie mithilfe von einer Drohne. Auch die Überwachung der Gasanlage wurde preislich angepasst. Dies war laut Suter überfällig. Notwendig ist auch die zwei Mal im Jahr stattfindende Bekämpfung der Neophyten (gebietsfremde Pflanzen).

Der Gemeindeammann von Ueken, Robert Schmid, stellte bei der Versammlung kurz die Gastgebergemeinde vor. Scherzhaft sagte er: «Der Kran, der hier steht, kann über den ganzen Dorfkern fahren.» In den letzten zwanzig Jahren gab es in Ueken rege Bautätigkeiten. Die Gemeinde befindet sich laut Schmid mit Herznach und Staffeleggtal in Fusionsabklärungen.

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