Mysteriöse Todesfälle auf dem Pferdehof

Do, 14. Nov. 2019
Auf Facebook – von da stammt auch diese Fotos aus guten Tagen – ist die Anteilnahme mit den Kaister Hofbesitzer gross.

Auf dem Islandpferdehof Heuberg in Kaisten sind seit Freitagmorgen sieben Pferde gestorben. Fünf weitere Tiere hängen am Tropf. Für die Besitzer Lea Sigmarsson und Helgi Leifur Sigmarsson sind es kaum zu ertragende Tage. Nach der Ursache der plötzlichen Erkrankung mit Todesfolgen wird mit Hochdruck von allen Seiten her gesucht. (sh)


Ungeklärte Pferdetodesfälle auf dem Heuberg

Für die Kaister Hofbesitzer eine unsäglich schmerzvolle Zeit

Auf dem Kaister Islandpferdehof Heuberg sind seit letzten Freitagmorgen sieben Tiere gestorben. Fünf werden zurzeit noch intensiv medizinisch versorgt. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Staatsanwaltschaft und Veterinäramt sind ebenfalls eingeschaltet.

Susanne Hörth

«Rabenschwarze Tage auf dem Islandpferdehof Heuberg», schreibt das Team vom Kaister Pferdehof am Montag auf Facebook. Es sind Tage voller Schmerz, Angst, Verzweiflung, Ungewissheit, aber auch Hoffnung. «Es ist plötzlich gekommen», sagt Lea Sigmarsson, die zusammen mit Helgi Leifur Sigmarsson den Hof mit rund 70 Pferden führt. Am Donnerstagabend habe man die Pferde wie gewohnt gefüttert. Einige der Tiere haben sich dabei vom Futter abgewandt. Da es ihnen offensichtlich nicht gut ging, wurde umgehend der Tierarzt geholt. Trotzdem musste am Freitagmorgen der Tod des ersten Pferdes festgestellt werden. «Wir dachten zuerst an eine Vergiftung», so die Pferdebesitzerin. Weitere sechs Pferde starben kurz nacheinander. Fünf Tiere hängen zurzeit der Infusion. «Wir halten die Pferde in Gruppen, so werden sie auch gefüttert. Die erkrankten Tiere stammen aus verschiedenen Gruppen», nimmt Lea Sigmarsson Bezug auf die intensive Ursachenforschung.

Alle arbeiten an der Aufklärung
Eingeschaltet ist auch das Veterinäramt. Am Zürcher Tierspital werden die toten Pferde in der Pathologie untersucht, erklärt Lea Sigmarsson. Und: Einen solchen Fall habe es bisher in der Schweiz noch nie gegeben. Deshalb werde auch international fieberhaft nach der Ursache geforscht.

Die Pferdebesitzerin lobt an dieser Stelle auch alle involvierten Ärzte und Pfleger. «Sie haben eine top Arbeit geleistet, sofort reagiert und alles gegeben.» Zwischenzeitlich sind keine weiteren Tiere mehr erkrankt. Auch eine Tierseuche werde ausgeschlossen. Beruhigt sind die Kaister Pferdehofbesitzer aber noch lange nicht. Sie müssen warten, bis klar ist, woher die plötzliche, schwere Erkrankung mit Todesfolgen gekommen ist. «Es ist wie in einem Kreis. Wir kommen bei allen Abklärungen immer wieder an der gleichen Stelle an. Und wissen immer noch nicht mehr», sagt Lea Sigmarsson leise und fügt an: «Die Pferde sind unser Leben, unser Hobby, unser Job. Wir kämpfen weiter.»

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