Eine wunderbare Lagergeschichte

Fr, 27. Sep. 2019
Die Jugendlichen waren mit grossem Elan im Einsatz. Fotos: zVg

Lehrlinge helfen Einrichtungen am Mühlebach zu erhalten

Tag für Tag als Lernender in seinem Berufsumfeld zu arbeiten ist eine Sache – gemeinsam draussen in der Natur sich für den Erhalt und Unterhalt historischer Denkmäler einzusetzen eine andere. Sehr positive Erfahrungen durften die Lernenden des PSI machen.

Die 100 Lernenden des Paul Scherrer Instituts begeben sich jedes Jahr im Herbst, aufgeteilt auf zwei Wochen, in ein Lehrlingslager. Dort arbeiten sie für Menschen und Projekte zur Förderung und Unterstützung der Region. Dabei werden ihnen Einblicke in weniger bekannte Lebens- und Arbeitssituationen gewährt. Das Beisammensein, das gemeinsame Arbeiten, sich kennen und schätzen lernen und Spass haben; dies sind unverzichtbare Voraussetzungen für ein Lehrlingslager. Denn es bietet den Lernenden eine gute Gelegenheit zu erfahren, was Toleranz, Verständnis und Rücksichtnahme bedeutet. Ausserdem erfordert es ein grosses Mass an Flexibilität und Anpassung. Die wertvollen Erfahrungen, welche die Lernenden machen, sind die Anstrengungen wert. Das diesjährige Projekt wurde vom Verein «Kultur am Mühlebach Böttstein» durch Peter Ming und Walter Hess an das Paul Scherrer Institut herangetragen und wird auch von der Einwohnergemeinde Böttstein und der Zivilschutzorganisation Zurzibiet unterstützt. Gemeinsam werden verschiedene Arbeiten zur Werterhaltung der Umgebung getätigt. Die Arbeitsorte sind auf dem Gemeindeboden von Böttstein. Das Interesse galt der Erhaltung, dem Hintergrund und der historischen Ansammlung verschiedener kultureller Gebäude und Einrichtungen entlang des Mühlebachs. Das Ziel war es, für den Unterhalt und die Werterhaltung dieser Objekte zu sorgen. Das vermutlich in Europa grösste oberschlächtige Holz-Wasserrad in einem Haus sollte wieder drehen, denn heute befindet es sich in einem zerfallenen und unbrauchbaren Zustand. Auch das Bachbett des Mühlebachs musste unterhalten und ausgebessert werden, damit der Bach über das Aquädukt, auf Pfählen, durch Betonröhren sowie im natürlichen Bachbett durch den Wald fliessen kann. Der Mühlebach kann nun mit einer Länge von 1.1 km wieder ungehindert in die Aare fliessen. Auch der Pfad neben dem Bach musste stellenweise erneuert und gesichert werden, sodass er wieder einfacher und sicher begehbar ist. Weitere Arbeitseinsätze wurden an der Sagi, der Ölmühle und der Kapelle getätigt. Durch diese Unterhalts- und Reparaturarbeiten lernten die Jugendlichen auf die Erhaltung und Sorgfalt der historischen Denkmäler und Gebäude zu achten. Das Lager war somit für alle eine wunderbare Geschichte – und kann zur Nachahmung empfohlen werden. (nfz)

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