David Schmid vor seinem Heimspiel

Di, 11. Jun. 2019

Der Wittnauer Eidgenosse freut sich auf das Nordwestschweizerische daheim

Nur gerade drei Wochen vor dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug geben die Wittnauer dem Nordwestschweizerischen Gastrecht. David Schmid freut sich als Wittnauer sehr auf seinen Einsatz daheim.

Hans Zemp

David Schmid gehört in der Nordwestschweiz zu den starken Schwingern. Momentan hat er 29 Kränze erkämpft und liegt damit in der Klubrangliste der Fricktaler hinter Markus Hasler (51 Auszeichnungen), Jürg Mahrer (40), Stefan Schlachter (34), Otto Wüthrich (31) und Paul Soder (30) ganz weit vorne. Er steht der Neuen Fricktaler Zeitung Red und Antwort.

NFZ: Was bedeutet es Ihnen, dass das Nordwestschweizer Schwingfest am 4. August in Wittnau vor Ihrer Haustüre ausgetragen wird?
David Schmid:
Das ist ein ganz schöner Moment. Ich habe nicht erwartet, dass unser Dorf ein so grosses Schwingfest durchführen will. Es zeigt mir aber, dass die Wittnauer auf meine schwingerischen Leistungen stolz sind. Ich bin glücklich, dass das so ist. Wir haben fünf bis sechs in Wittnau wohnende Schwinger, die an den Start gehen werden.

Was waren Ihre Gedanken, als die Vergabe nach Wittnau definitiv war?
Ich habe mir vorgenommen, wirklich bereit zu sein, um sportlich, eine Maximalleistung abrufen zu können. Ich freue mich natürlich, dass es so weit kam.

Was erwarten Sie ganz persönlich vom Fest und was soll es den Wittnauern bringen?
Persönlich freue ich mich auf ein tolles Fest mit vielen fröhlichen Gesichtern. Unseren Leuten wünsche ich, dass es auch finanziell erfolgreich abschliesst. Ich erhoffe mir aber ebenso attraktive und spannende Zweikämpfe, bei denen ich zufrieden sein kann.

Wie bereitet sich ein David Schmid auf das Heimfest vor?
Ich habe ein intensives Wintertraining hinter mir. Dank meinem Mentaltrainer habe ich auch in diesem Bereich Fortschritte gemacht. Ich darf aber auch den Besuch der Schwingfeste bis im August als Vorbereitung für das Verbandsschwingfest werten und versuche, meine momentane Form in Fitness und Athletik zu halten und dafür zu trainieren.

Welches sind die weiteren Zielsetzungen des David Schmid für den Rest der Schwingsaison?
Das Eidgenössische Schwingfest in Zug vom letzten Augustwochenende wird der Höhepunkt der Saison sein. Ich will generell gute Leistungen bringen und für Wittnau und Zug 120 Prozent bereit sein. Die mentale Stärke will ich behalten. Diese beiden Schwingfeste stehen bei mir deutlich an der Spitze und bedeuten mir Höhepunkte.

Wie sieht Ihr Training auf das Eidgenössische und auf Wittnau hin aus?
Ich schwinge pro Woche zwei bis drei Einheiten und absolviere zwei Kraft- und Konditionstrainings. Im Schwingen verfeinere ich die Technik. Hinzu kommt ein monatliches Mentaltraining. Mit meinem Vater und meinem Bruder analysiere ich daheim meine Schwingfestarbeit. Diese Aufarbeitung ist mir wichtig.

Sie haben schon einige Verletzungen hinter sich. Sind diese Blessuren vollständig ausgeheilt?
Ich bin zufrieden, wie es heute ist, bin ich doch voll belastungsfähig. Auch mental bin ich «zwäg» und freue mich immer sehr auf die Wettkämpfe.

In Wittnau erwartet man starke Gäste. Im letzten Jahr belegten Sie in Basel am Nordwestschweizerischen den ersten Rang. Wie ist die Prognose für diesmal?
Die Zielsetzung ist klar, anknüpfen an die letztjährige Leistung. So will ich auch ein optimales Wettkampfgefühl für das Eidgenössische drei Wochen später erhalten. Prognose will ich aber keine stellen.

Welches ist Ihr bisher schönstes Erlebnis im Schwingen?
Ganz klar der eidgenössische Kranz in Estavayer. Aber auch der Sieg am letztjährigen Nordwestschweizer Schwingfest. Hier trug unser Fanklub viel zum Erfolg bei. Klar freuen einem auch Siege und gute Leistungen an kleineren Schwingfesten. Ich geniesse es, wenn ich gute Leistungen mit meinen Kameraden feiern darf.

In Wittnau wurde nach dem Gewinn des ersten eidgenössischen Kranzes der Schmid Buebe Fanklub gegründet. Was bedeutet er Ihnen und was bringt er Ihnen an den Wettkämpfen?
Mir bedeutet es sehr viel, dass mein Bruder und ich einen Fanklub haben. An den Schwingfesten spornen diese Leute an und tragen so zum Erfolg bei. Das Feiern mit ihnen ist anschliessend natürlich etwas für das Gemüt. Schön ist, dass immer Leute von Fanklub dabei sind, egal wie das Wetter ist und wo das Schwingfest ausgetragen wird.

Wie bringt man Familie, Beruf und Sport auf einen Nenner?
Es muss gehen, gibt aber kein Rezept. Ich will dies alles unter einen Hut bringen, darum geht es. Am meisten leiden darunter meine Freundschaften. Die kann ich zu wenig pflegen. Die Familie steht vollumfänglich hinter mir, unterstützt mich und steckt sicher auch zu meinen Gunsten zurück. Dafür bin ich dankbar.

Wie nimmt David Schmid die Kameradschaft im Schwingklub, wie im Verband wahr?
Im Schwingklub haben wir es sehr gut und kameradschaftlich. Wir unterstützen uns gegenseitig und motivieren uns im Training zum Vollkampf. Wir fordern uns also, und das ist gut.

Im Verband ist man auf gutem Weg, bis zum Einsatz in Zug ein gutes Team zu bilden und dort auch zu sein.

Und noch das: Ich wünsche auf jeden Fall allen Helfern und den Organisatoren ein gutes Gelingen des Festes. Ganz gross wäre, wenn alle Leser meines Interviews den Weg nach Wittnau fänden.

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