Führungsgeschick auf dem Basler Glatteis

Mo, 11. Feb. 2019

Der EHC Basel befindet sich im Aufwärtstrend: Der in der «MySports League» spielende Eishockeyverein hat die Qualifikation für die Playoffs geschafft. Präsident des EHC Basel ist Daniel Schnellmann. Er wohnt in Zeiningen.

Lukas Müller

Daniel Schnellmann wuchs in Steinhausen (ZG) auf. Den Bezug zum Eishockey hatte der heutige Präsident des EHC Basel schon immer. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn vor über 25 Jahren in die Region, wo er seine heutige Frau aus Obermumpf kennenlernte. Zuerst wohnte die Familie in Möhlin. Im Jahr 2000 bauten sie in Zeiningen ein Haus. Die drei Kinder sind unterdessen ausgeflogen. Eines von ihnen, Joshua, spielt seit seinem vierten Lebensjahr Eishockey. «Begonnen hat Joshua in Rheinfelden. Dass ein Verein wie der EHC Rheinfelden jungen Spielern ohne Hockey-Vorkenntnisse stets eine Chance gab, schätzte ich sehr. So konnte Joshua bei den Bambini von Anfang an Meisterschaftsspiele bestreiten. Bis zu den Mini hat er sämtliche Nachwuchsabteilungen durchlaufen, erst dann vollzog er den Wechsel zum EHC Basel.»

Anfänge in Rheinfelden
Beim EHC Rheinfelden amtete Schnellmann zwei Jahre als Nachwuchstrainer auf Mini-Stufe und in der Hockeyschule. Er übernahm auch das Vereinspräsidium. Kenner der Szene wissen, dass der EHC Rheinfelden in jenen Jahren ein kostspieliges 1. Liga-Abenteuer erlebt hatte. In der Kasse klaffte nach dieser Spielzeit ein Loch von mehreren tausend Franken. Schnellmann entschloss sich, zu helfen. Schon damals hielt sich der junge Geschäftsmann an die einfache Devise: «Ich kann nur soviel ausgeben, wie ich einnehme.» So führte der Wahl-Fricktaler zahlreiche Gespräche mit Gönnern, Sponsoren und der Stadt Rheinfelden, mit dem Ziel, den Verein zu konsolidieren. Dieses Unterfangen gelang. Behörden, Sponsoren und Bevölkerung zogen mit und innerhalb von zwei Jahren war der EHC Rheinfelden schuldenfrei. Heute agiert der Verein in der 2. Liga, steckt mitten in den Playoffs und mehrere Basler Eishockeycracks, die vor einigen Jahren von Rheinfelden nach Basel gekommen waren, haben mittlerweile zu Thomas Keller nach Rheinfelden zurückgewechselt. Schnellmann hat nach der Konsolidierung des Vereins das Präsidium wieder abgegeben.

Spannende Zeiten bei Basel
In der Folge kam Schnellmann mit dem EHC Basel in Kontakt. Auch in diesem Verein herrschte nach dem Konkurs der Sharks eine schwierige wirtschaftliche Ausgangslage. Auch hier war der mutige Geschäftsmann bereit, zu helfen und startete als Geschäftsführer im Nebenamt. Bereits nach drei Monaten wurden ein neuer Präsident sowie ein Verwaltungsratspräsident der Nachwuchs AG gesucht, und so liess sich Schnellmann überzeugen, auch das zu übernehmen. Heute sieht die Lage in vielerlei Hinsicht besser aus. Der EHC Basel spielt erfolgreich in der MySports League. Dank kräftigem Schlussspurt schaffte das Team den Sprung auf Platz 5, welcher zu den finanziell lukrativen Playoffs gegen den EHC Dübendorf berechtigt.

Zusammenarbeit auf allen Ebenen
«Im Nachwuchsbereich ist in der Nordwestschweiz unbedingt eine Zusammenarbeit anzustreben, die für alle teilnehmenden Vereine Vorteile bringen muss», sagt Schnellmann. «Je mehr junge Buben und Mädchen den Sport ausüben und diese ganzheitlich gefördert werden, desto mehr Talente entstehen daraus.» Im Aktivbereich will Rheinfelden derzeit zwar 2. Liga-Meister werden, aber aus finanziellen Erwägungen nicht aufsteigen. «Es wäre ideal, wenn das Team in der 1. Liga spielen würde. Denn für eine Zusammenarbeit ist es Voraussetzung, dass nur eine Liga Differenz besteht. So könnten gegenseitig junge Spieler eingesetzt und andere Synergien genutzt werden. Mit Sicherheit hätte eine solche Zusammenarbeit auch finanziell positive Aspekte für Rheinfelden», führt Schnellmann aus.

Im Moment bewegt man sich in Basel in der MySports League: im Spannungsfeld zwischen Profi-Liga (National League/Swiss League) und Amateur-Liga (1. Liga). Ziel ist es, innert zwei Jahren sportlich und wirtschaftlich den Aufstieg zu schaffen und gleichzeitig als «Leuchtturm für den regionalen Hockey-Nachwuchs» zu dienen. «Die Führung des EHC Basel wird alles unternehmen, die finanzielle Basis für eine nachhaltige Entwicklung des Clubs zu schaffen», betont Schnellmann.

Fan-Aktion für die Fricktaler
EHC Basel-Präsident Schnellmann freut sich über Fricktaler Unterstützung in den Playoffs gegen Dübendorf. Wer am 12. Februar oder am 19. Februar (ob dieses Spiel stattfindet, hängt vom Stand in der Playoff-Serie ab) an der Kasse des EHC Basel eine Neue Fricktaler Zeitung vorweist, erhält das Eintrittsbillett zum halben Preis. Spielbeginn ist jeweils um 20.15 Uhr.

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