Simon Waldburger siegt in Italien

Sa, 04. Aug. 2018

Am neunten Lauf der «European 4Cross Series» in Sarntal (Italien) liefern die Schweizer solide Leistungen ab – und bringen nebst einer Podiumsplatzierung gar einen Sieg nach Hause.

Nicht nur in der Schweiz, sondern auch im bei Bozen im Südtirol gelegenen Sarntal haben die vergangenen Hitzewochen Spuren hinterlassen. Bräunlich verfärbte Wiesen und tiefe Wasserstände verraten, dass auch hier der Niederschlag in letzter Zeit spärlich ausfiel. Doch was bedeutet das für die 4Cross Fahrer? Nun, «eine staubige Angelegenheit» trifft es genau. Die mit einer grosszügigen Staubschicht bedeckte, aus Lehm gebaute Rennstrecke wurde von Trainingslauf zu Trainingslauf rutschiger und dadurch anspruchsvoller.

Dichte Staubwolken zogen sich hinter den Fahrern her – und erschwerten die Sicht der folgenden Fahrer, was das Überholen zu einer echten Herausforderung machte. Doch die Athleten sind es gewohnt, sich unterschiedlichen und schwierigen Bedingungen anzupassen, und so starteten die Fahrer, ausgerüstet mit Brille und Stollenreifen, mit den Zeit-Qualifikationsläufen.

Enge Zeitabstände
Die Qualifikation verlief für die Schweizer Biker ohne grössere Zwischenfälle. Die Zeitabstände auf der vergleichsweise kurzen Strecke von rund 35 Sekunden waren erwartungsgemäss sehr gering. Die Leibstadter Fahrer kamen gut mit den Bedingungen zurecht und platzierten sich im vorderen Mittelfeld, Simon Waldburger schaffte es sogar, die Qualifikations-Bestzeit aufzustellen.

Simon Waldburger mit dem Triple
Dass der Hottwiler Simon Waldburger zu den Topfavoriten zählt, war kein Geheimnis. Dennoch war es, angesichts der angereisten Topfahrer wie dem Italienischen WM-Medalist Giovanni Pozzoni und dem Deutschen Meister Ingo Kaufmann, keine einfache Aufgabe, der Favoritenrolle gerecht zu werden. Via ¼- und ½-Final Qualifizierte sich Waldburger für das grosse Finale. Mit einem explosiven Start vermochte er sich an die Spitze zu setzen, und gab die Führung nicht mehr her – was ihm den klaren Tagessieg vor dem Deutschen Robin Bregger und dem Italiener Pozzoni einbrachte. «Kein Rennen ist wie das andere, jeder Sieg speziell und der Lohn für eine Menge harter Trainingsstunden», so Waldburger.

Jan und Lars Evers im Halbfinal
Aufhorchen liessen die Brüder Evers aus Koblenz. Mit soliden Leistungen qualifizierten sie sich für das kleine Finale. Im kleinen Finale folgten dann Jubel und der Schock zugleich: Der ältere der beiden, Jan Evers, fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein und beendete das Rennen auf dem fünften Rang. Gleichzeitig stürzte dahinter Lars Evers unter den Rufen der tobenden Zuschauer schwer – und erhob sich wie durch ein Wunder unverletzt aus den Staubmassen. Er beendete das Rennen auf dem 8. Schlussrang. «Ich habe viel riskiert und einen Fahrfehler gemacht. Das gehört im Rennsport dazu», analysiert der junge Mann aus Koblenz nüchtern. Die weiteren Schweizer beendeten das Rennen ebenfalls mit beachtlichen Leistungen auf den Rängen 10 (Fabian Gärtner) und 14 (Samuel Willimann). (mgt)

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