Rheinfelden will fit für die Zukunft sein

  17.01.2023 Rheinfelden

Grenzüberschreitender Neujahrsempfang mit vielen Gästen

Nach zwei Jahren Zwangspause konnten die beiden Rheinfelden am Freitagabend wieder zum gemeinsamen Neujahrsempfang laden. Rund 500 Gäste nahmen teil und bekräftigten damit die gute Zusammenarbeit über den Rhein hinweg. Künftig wird ein Flugzeug den Namen Rheinfelden in die Welt hinaustragen, wie Stadtammann Franco Mazzi freudig verkünden konnte.

Valentin Zumsteg

Es war ein ganz normaler Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden – und das ist eine gute Nachricht. Denn in den vergangenen zwei Jahren konnte ein solcher Anlass wegen Corona nicht durchgeführt werden. Umso erfreuter zeigten sich die beiden Stadtoberhäupter, die vielen geladenen Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger von beidseits des Rheins begrüssen zu dürfen. Von Schweizer Seite nahmen unter anderem der Aargauer Landammann Jean-Pierre Gallati, zahlreiche Grossrätinnen und Grossräte, Gemeinderäte von umliegenden Gemeinden und Frick sowie weitere Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft teil. Von deutscher Seite waren die italienische Konsulin aus Freiburg, Francesca Toninato, sowie Christoph Hoffmann, Mitglied des deutschen Bundestages, mit dabei.

Grund, positiv zu bleiben
«Unser ehrwürdiger Bahnhofsaal ist mit über 500 Personen wieder gut besetzt. Das freut mich sehr und bestätigt, dass sich dieser Anlass zu einem sehr geschätzten Ereignis entwickelt hat, welches in unseren Städten und darüber hinaus auf ein gutes Echo stösst», sagte Stadtammann Franco Mazzi mit Blick in die grosse Runde. Für den musikalischen Schwung sorgte das Rheinfelder Capriccio Barockorchester, das Auszüge aus seiner neusten CD, welche an diesem Abend getauft wurde, zum Besten gab.

In seiner Rede ging Franco Mazzi kurz auf die vielen Krisen ein, welche uns derzeit beschäftigen: Ukraine-Krieg, Pandemie, Inflation und Klima. «Es ist schwierig, in Anbetracht dieser Informationen positiv zu bleiben. Dabei haben wir in unseren beiden Rheinfelden und in unserer Region immer noch allen Grund, dies zu sein. Nicht zuletzt in Anbetracht der tiefsten Arbeitslosenquote seit langer Zeit. Diese betrug Ende November im Bezirk Rheinfelden 2,3 Prozent», so Mazzi.

Aktuell leben in Rheinfelden über 300 Personen, die aus der Ukraine und anderen Ländern geflüchtet sind. Sie werden von kantonalen und kommunalen Stellen sowie von privaten und ehrenamtlich tätigen Personen betreut. «Dafür ein herzliches Dankeschön. Die staatlichen Stellen allein würden diese Aufgabe nicht bewältigen können», sagte der Stadtammann.

Neue Wohnungen sind gefragt
Wie er weiter ausführte, entwickelt sich Rheinfelden immer noch dynamisch. Das Einwohnerwachstum betrug per Ende Dezember 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit zählte die Stadt Ende Jahr 13 691 Einwohnerinnen und Einwohner. «Die grossen neuen Wohnbauten von privaten Investoren mit rund 300 Wohnungen wurden vom Markt unwahrscheinlich gut aufgenommen und sind praktisch voll vermietet», schilderte Mazzi. «Interessant ist die Tatsache, dass die Leerstände in Rheinfelden hauptsächlich Altwohnungen betreffen, denen es oft am heute gewünschten Komfort mangelt.»

Besonders erfreut stellte Mazzi fest, dass Rheinfelden im vergangenen Jahr als erste Gemeinde im Fricktal und als dritte Stadt im Kanton mit dem Label Energiestadt Gold ausgezeichnet wurde. «Das ist das höchste europäische Label für kommunale Energiepolitik.» Um dies zu würdigen, hat die Stadt bei Feldschlösschen ein alkoholfreies Weizenbier in Mehrwegflaschen und mit dem Etikett «Wir sind Energiestadt Gold» abfüllen lassen. Das passt, denn die Abwärme, die beim Entalkoholisierungsprozess anfällt, wird direkt in den Wärmeverbund Rheinfelden Mitte eingespeist. Alle Besucherinnen und Besucher des Neujahrsempfangs durften eine solche Flasche als Bhaltis mit nach Hause nehmen.

Ein Flugzeug namens «Rheinfelden»
Ebenfalls erfreulich: Die Fluggesellschaft Swiss tauft eines ihrer Flugzeuge (Airbus 220) auf den Namen «Rheinfelden». Die Stadt hat sich dafür beworben und ist zusammen mit anderen Gemeinden ausgewählt worden. Mazzi: «Der Name Rheinfelden wird demnach in viele Metropolen und Ferienziele in ganz Europa getragen werden.»

Das vergangene Jahr war intensiv, das neue wird nicht anders. Die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Robersten muss weitergeplant werden, nachdem 2022 der Übergangsbau erstellt wurde. «Die Planung des Bahnhofsaals und des umliegenden Areals soll entscheidend weitergebracht werden», sagte Mazzi. Zusammenfassend meinte er: «Das Jahr 2023 wird interessant. Freuen wir uns. Wir werden arbeiten, entwickeln und auch feiern.» Dazu passt das diesjährige Jahresmotto der Stadt: «Hopp Rhyfälde. Fit für die Zukunft.» Es soll auf die vielen Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, welche die Stadt bietet, aufmerksam machen.

«Die Wiedergewinnung von Zuversicht ist mitentscheidend für den Auf bau des Vertrauens der Menschen in unsere Gesellschaft, in unsere Länder und Städte», meinte Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Badisch Rheinfelden, in seiner Rede. «Dafür benötigen wir Anlässe, die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und positive Wahrnehmungen unseres Stadtlebens ermöglichen». Darauf konnte beim anschliessenden Apéro angestossen werden.


Ehrendamen verabschiedet

Am Freitagabend hatten Julia Lehmann und Silvia Ackle ihren letzten Einsatz als Ehrendamen von Rheinfelden. Silvia Ackle war 20 Jahre im Dienste der Stadt, Julia Lehmann während 10 Jahren. Stadtammann Franco Mazzi bedankte sich für ihren Einsatz. Gemäss Nicolás Schmid, Leiter Stabsdienst, wird es auch künftig Ehrendamen geben, Interessentinnen hätten sich bereits gemeldet. (vzu)


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