Drei Personen nach Auseinandersetzung am Aarauer Bahnhof im Spital

| Sa, 13. Jan. 2018

Bei einer Auseinandersetzung am Bahnhof Aarau zwischen mehreren jungen Männern wurden 3 Personen zum Teil schwer verletzt. Die Kantonspolizei nahm vier Personen fest.

Die Kantonale Notrufzentrale erhielt am Freitag, 12. Januar, kurz nach 23 Uhr eine Meldung über einen Streit zwischen mehreren Personen am Bahnhof Aarau.Umgehend rückten Polizeipatrouillen vor Ort aus. Nach ersten Erkenntnissen erlitten drei Personen Stichverletzungen und mussten ins Spital gebracht werden. Bei diesen zum Teil schwer Verletzten handelt es sich um Asylbewerber aus Afghanistan und Irak im Alter von 17 bis 24 Jahren.

Anlässlich der Intervention vor Ort sowie während der Fahndung konnte die Polizei vier junge Männer im Alter von 15 bis 18 Jahre aus Eritrea und Afghanistan stammend festnehmen. Die Tatwaffe konnte noch nicht gefunden werden.

Zur Klärung des Hergangs der Auseinandersetzung eröffnete die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau sowie die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau eine Strafuntersuchung. Die Kantonspolizei hat die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen. (mgt)

Kommentare

Ich war gestern dabei, als es passiert ist. Zum Glück aus sicherer Entfernung, aber mich hat die rohe Gewalt wirklich sehr schockiert. Andererseits musste ich mich aber auch fragen, ob wir nicht zum Teil selber Schuld sind daran, was am Bahnhof Aarau passiert. Junge, traumatisierte Männer, die keiner Beschäftigung nachgehen dürfen und für die Bier die Rolle des Therapeuten übernimmt. Die SVP wirbt für einen sicheren Bahnhof Aarau, erwähnt dann aber auch, dass es keinen Sinn macht, in die Ausbildung dieser Menschen zu investieren. Und einen Jugendtreff am Bahnhof lehnt sie ebenfalls ab. Nach Logik der SVP ist es also sinnvoller, wenn alles so bleibt wie bisher. Die gestrige Tat soll auf keinen Fall entschuldigt werden, aber ich verstehe die Gründe für die Aggression und finde, da sollte seitens Politik mehr unternommen werden, dass diese Menschen wenigstens einer Beschäftigung nachgehen dürfen. Ich kann nur mutmassen, was diese Männer für schlimme Dinge in ihrer Heimat gesehen haben.

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