Bis 2024 soll der neue Bahnhof stehen

| Do, 07. Sep. 2017

Seit vielen Jahren wünscht sich die Stadt Rheinfelden einen neuen, modernen Bahnhof. Nach einem Treffen von Stadtammann Franco Mazzi mit SBB-Chef Andreas Meyer könnte das Projekt entscheidend vorwärts kommen.

Von Valentin Zumsteg

Der Bahnhof Rheinfelden entspricht schon lange nicht mehr den Bedürfnissen der stark wachsenden Stadt und Region. Die Situation auf dem Vorplatz mit den Bus-Haltestellen ist unbefriedigend, beim Kiosk-Gebäude und den Toiletten besteht Handlungsbedarf, ebenso beim Güterschuppen, der nur noch provisorisch genutzt wird. Zudem platzt das Veloparking häufig aus allen Nähten. Insgesamt ist der Bahnhof heute eine schlechte Visitenkarte für Rheinfelden, das sich als Regionalzentrum profilieren will. Dies sehen auch die Verantwortlichen der Stadt so. Sie wünschen sich schon lange einen neuen Bahnhof (die NFZ berichtete).

 

«Sehr optimistisch»

Jetzt scheint es vorwärts zu gehen. Stadtammann Franco Mazzi hat am vergangenen Samstag im Rahmen des Zentralfestes des Schweizerischen Studentenvereins SBB-Chef Andreas Meyer getroffen und mit ihm per Handschlag vereinbart, dass gemeinsam ein neuer Bahnhof geplant wird. Schon im Vorfeld wurde der SBB-CEO für das Thema sensibilisiert; sein Team hat die Situation analysiert und konkrete Vorgehensvorschläge gemacht. Deswegen kam Andreas Meyer vorbereitet nach Rheinfelden. «Er hat gesehen, wie die Situation ist, Potentiale erkannt und rasches Handeln angeboten», sagt Mazzi. Man sei sich im Gespräch schnell einig gewesen.

«Ich bin sehr optimistisch, dass es jetzt vorwärts geht. Die Planer der SBB und der Stadt werden das Projekt und den Planungsprozess in Angriff nehmen. Das ist genial», betont Mazzi. Er wünscht sich einen neuen, modernen Bahnhof, der sowohl Dienstleistungs- als auch Verkaufsflächen umfasst. «So wie das heute bei neuen Bahnhöfen der Fall ist.»

 

Eröffnung in sieben bis acht Jahren?

Der Bahnhof wird dabei nicht isoliert betrachtet. Die Planung muss mit Projekten von privaten Eigentümern abgestimmt werden. So gibt es bereits ein konkretes Bauprojekt für das Areal des alten Furnierwerks. Dort sollen 155 Mietwohnungen sowie Dienstleistungs- und Verkaufsflächen gebaut werden. Das Baubewilligungs-Verfahren ist derzeit noch hängig. Auch für den Roniger-Park und das Gebiet rund um den Bahnhofsaal gibt es Pläne.

Die Stadt selber verfügt beim Bahnhof nur über wenig eigenes Land. Deswegen wird die Einwohnergemeinde in erster Linie als Koordinatorin und allenfalls als Bauherrin für einen neuen Bahnhofplatz  auftreten. Stadtammann Franco Mazzi hofft, dass bis in «sieben oder acht Jahren» ein neuer Bahnhof in Rheinfelden eingeweiht werden kann. Kathrin Amacker von der Geschäftsleitung der SBB hat am Montagabend bei einem Besuch in Rheinfelden bestätigt, dass der neue Bahnhof bis 2024 in Betrieb gehen soll.

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