Ein Erfahrungsbericht nach 363 Kilometern

| Mi, 12. Jul. 2017

Der Gigathlon Switzerland bescherte den sportbegeisterten Athleten zwei attraktive unvergessliche Wettkampftage. Unter den 3200 akkreditierten Gigathleten erreichte der TV Möhlin im «Team of five» mit Beat Jäger, Cendrine Roubaty, Christine Steck, Marco Zumsteg und Gregory Soder den beachtlichen 133. Rang.

Eröffnet wurde der Gigathlon in der Zürcher Saalsporthalle, welche gleichzeitig als Zentralort und Camp für die Gigathlon-Gemeinde diente. Um fünf in der Früh starteten die Läuferinnen und unter tosendem Applaus der verbleibenden Teammitglieder hinaus Richtung Stadt. Beat Jäger schwärmte im Ziel am Quai in Zürichhorn von der faszinierenden Morgenstimmung in der noch stillen Stadt. Sogar die Trams hätten angehalten und auf die vielen Läufer Rücksicht genommen. Nach ihm übernahm Cendrine Roubaty und schwamm die drei Kilometer lange Seestrecke in gewohnter Routine. Nach genau zwei Stunden durfte Rennradfahrerin Christine Steck in die Pedale treten und gleich die ersten 200 Höhenmeter angehen. Via Witikon, Dübendorf führte die Velostrecke ins Zürcher Oberland auf den Sternenberg und via Bauma, Kempten hinunter zum Etappenziel in Uster, wo sie glücklich und nach dreieinhalb Stunden an Gregory Soder übergab, welcher die Halbmarathonstrecke in Angriff nahm. Gezeichnet von der Hitze, aber mit einer tollen Leistung erreichte Soder das Ziel und schickte Biker Marco Zumsteg auf die letzte Disziplin. Zumsteg forderte sich alles ab und klassierte sich auf dem starken 66. Disziplinen-Rang. Mit diesem Kraftakt beendete der TV Möhlin den ersten Tag auf dem 139. Rang von gemeldeten 430 Teams.

Überwältigt vom Zieleinlauf
Anderntags pünktlich um acht tauchte Roubaty in die Wellen des Zürichsees. Bereits nach fünfzig Minuten übergab sie an Steck, welche die Halbmarathonstrecke in Angriff nahm. Die Strecke führte durch die Hafen- und Parkanlage Richtung Quaibrücke, vorbei am Zwingli-Denkmal, Grossmünster, Lindenhof in die Unterwelt des Hauptbahnhofs, wo Zugreisende überrascht stehen blieben und applaudierten. Vorbei am Platzspitz und entlang der Limmat ging es weiter. Im Camp angekommen, übernahm Soder das Zepter und strampelte die nächsten 100 Kilometer auf dem Rennrad Richtung Albis, Gottschalkenberg, Einsiedeln und zurück nach Zürich ab. Soder resümierte, dass er diese zweieinhalb Tage mit Zeltaufstellen, Check-In und enormer gegenseitiger Hilfsbereitschaft einzigartig finde. Ähnliches weiss auch Biker Marco Zumsteg zu berichten. Er zeigte sich beeindruckt von der Mischung aus Spannung und freundschaftlicher Atmosphäre, die netten Leute und auch die vielen Zuschauer an der Strecke. Speziell war auch der Support aus der TVM Familie, welche extra nach Zürich anreiste.  Den Schlussteil des zweitägigen Gigathlons übernahm schliesslich Beat Jäger auf der City-Trail-Strecke. Der ehemalige Handballer vom TV Möhlin meisterte die zwölf Kilometer in einer Stunde und wurde von den wartenden Teammitgliedern freudig empfangen, um gemeinsam den Zieleinlauf zu geniessen. Nach 19:40:09 oder anders gesagt: nach 362 km und 5320 Höhenmetern war der Zieleinlauf für alle fünf überwältigend. Ähnlich dürfte es einer weiteren Fricktaler Equipe ergangen sein. Das Team «Erne-Spirit» klassierte sich am Ende auf dem 89. Platz.

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