Das Tennisfieber ist wieder ausgebrochen

Fr, 21. Apr. 2017

In diesem Jahr feiert der Tennisclub Frick (TCF) sein 50-jähriges Bestehen. Mit einem Fest für die Öffentlichkeit wird dieses Jubiläum am Samstag gefeiert. Für Schnuppertrainings, Kulinarik und gute Unterhaltung ist gesorgt.

Von Stefan Salzmann

Seit Mitte April sind sie auf den vier Tennisplätzen wieder aktiv: Die Mitglieder des Tennisclubs Frick (TCF). Während Roger Federer fast die gesamte Sandplatzsaison auf der ATP-Tour auslässt, jagen die Mitglieder des TCF ab sofort wieder dem gelben Filzball auf der roten Asche hinterher. Sie spielen die Vorhand aus dem Lauf, die Rückhand «longline», und fast aus dem Nichts einen auf dieser Unterlage bestens geeigneten Stoppball.

Es ist somit nicht übertrieben, wenn man sagt: Das Tennisfieber in Frick ist wieder ausgebrochen. Umso mehr, als dass der Tennisclub Anfang Jahr nicht in eine «normale» Saison gestartet ist. Es ist das 50-jährige Jubiläum des Vereins. Präsident Massimo Fini bestätigt: «Im März vor 50 Jahren wurde unser Verein gegründet.»

Wandel des Tennissports
Seither hat sich im Tennissport und damit verbunden auch rund um den TCF viel verändert. Vom elitären, weissen Sport wandelte sich Tennis zur volksnahen, für jeden erschwinglichen Sportart. Fini vergleicht die Entwicklung gerne mit dem Wechsel vom Schwarz/Weiss- zum Farbbild-Fernsehen: «Je bunter das Fernsehen wurde, desto volksnaher und preiswerter wurde der Tennissport», sagt er.

Mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft ist der TCF in diesen Tagen unterwegs und schwingt die Werbetrommel  – so kurz vor dem grossen Fest, von morgen Samstag. Stellvertretend hierfür stehen Präsident Fini und die Presseverantwortliche des Vereins, Andrea Sahmer.

Mit Freude erzählen die beiden von ihrem Club. Seine Anfänge nahm dieser im Stieracker, es folgte der Wechsel an den Juraweg, der Ausbau der Jugendabteilung und der jüngste Meilenstein in der Vereinsgeschichte: «2005 eröffneten wir mit dem Squash Club Fricktal unser neues Clubhaus.» Fini beschreibt die Zusammenarbeit mit dem Partnerverein als «ausgezeichnet». Zusätzlich weist er auf die «optimale Synergie» für beide Vereine hin.

Unter dem Jubiläums-Stern
Sahmer und Fini sind sich einig: «Der Tag der offenen Tür von morgen Samstag soll ein grosses Volksfest werden.» Beim Fokus auf diesen einen Anlass wird es aber nicht bleiben, wie der Präsident betont: «Es ist uns wichtig, dass alle Anlässe in diesem Jahr unter dem Stern des Jubiläums stehen.» So beispielsweise der Champagner Zmorge mit Plauschturnier, der Frickbergcup im Juli, die Clubmeisterschaft und auch der Dino-Cup im September.

Gemäss dem OK-Konzept - «zuerst intern und anschliessend für die Öffentlichkeit» - wurde mit den Feierlichkeiten bereits im März gestartet. Andrea Sahmer schwärmt vom internen Festakt: «Es herrschte eine unglaubliche Feststimmung bei einem Super-Programm. Egal ob alt oder jung – alle haben ihren Plausch gehabt.»

Im Verlaufe des Gesprächs mit Fini und Sahmer ist es der Präsident der anmerkt: «Zu rosarot wollen wir unser Bild des Vereins aber nicht vermitteln.» Fini führt aus, dass man sich auch als Tennisclub immer wieder Herausforderungen stellen und aktiv den Wandel betreiben müsse. So hat der Club beispielsweise die Juniorenförderung stark ausgebaut und zählt aktuell rund 100 Junioren.

Schritt in die Professionalität
Mit der Anstellung von Andreas Schmid als Tennislehrer wurde ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung gemacht. «Nun würde es uns freuen, wenn wir im Bereich Familien und Aktive  weiter wachsen könnten», ergänzt Sahmer und erzählt auch, dass Bedarf an Neumitgliedern bestehe, die sich im Verein für eine Aufgabe zur Verfügung stellen würden.

«Zwar ist unser Vorstand aktuell mit fünf Frauen und drei Männern  komplett. Aber die Vorstandsposten Kassier und Juniorenverantwortlicher, müssen wir ab 2018 neu besetzen», sagt Andrea Sahmer.

Dass der TCF «nur» über Aussenplätze und nicht über eine Halle verfügt, sieht Präsident Fini nicht als grosses Problem. «Klar hätten wir nichts gegen eine Halle. Aber während der Wintersaison können wir auf die Halle im Sportcenter Bustelbach in Stein und weitere Tennishallen in der Umgebung ausweichen», sagt Fini.

Wächst die Mitgliederzahl weiterhin, so wäre in Zukunft auch ein Ausbau auf sechs Plätze möglich. Dafür sind Landreserven neben Court 3 und 4 vorhanden. Im Jubiläumsjahr geniessen die Mitglieder des Tennisclubs Frick aber noch die vier vorhandenen Plätze und kämpfen je nach Wetter bis Ende Oktober um jeden Ball auf der roten Asche.

TCF und Tag der offenen Tür

Der TCF hat 150 Aktivmitglieder, 50 Passivmitglieder und 100 Junioren. Davon sind 1/3 weiblichen Geschlechts. Morgen Samstag feiert der TCF das 50-jährige Bestehen mit einem Fest für die Öffentlichkeit. Am Morgen und am Nachmittag stehen Schnupperkurse für Kids, Jugendliche und Erwachsene auf dem Programm. Am Nachmittag gibt es Zaubershows, eine Kinderdisco und zuletzt auch Clubfeeling mit einem DJ. Kulinarisch umrahmt wird der Anlass von Rolling Bistro, einem Aarauer Unternehmen, welches auf einem dreirädrigen Konstrukt Pasta und Crêpe anbietet.

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