Helle Nacht im Schatten von Corona

  24.11.2020 Herznach

An der erstmals im Aargau durchgeführten Hellen Nacht öffneten rund 25 Museen am Freitag ihre Türen bis 23 Uhr. Dieser Anlass war beeinträchtigt durch die Corona-Pandemie.

Im Bezirk Laufenburg beteiligte sich das Bergwerk Herznach an dieser Aktion: Museum und Stollen waren geöffnet und die Bergwerkbahn und das Restaurant beim Silo in Betrieb. Wie andernorts auch waren die Herznacher Organisatoren gespannt über den Verlauf dieser ersten Hellen Nacht. Unter den Besuchern registrierte man insbesondere Gäste von ausserhalb des Fricktals, die erstmals im Bergwerk einen Augenschein nahmen. Für nicht wenige Besucher war der rund 165 Millionen Jahre alte Meeresboden mit den Dutzenden von Ammoniten die eigentliche Überraschung. Ehrfürchtiges Staunen vor diesem eigentlichen Naturwunder war vielen Gästen anzusehen. Dieses Highlight und Alleinstellungsmerkmal der Herznacher Mine gilt es noch weiter bekannt zu machen.

Mit Taschenlampe auf Schatzsuche
Eine besondere Faszination löst der Stollen im Allgemeinen aus, der heute auf einer Strecke von rund 250 m für das Publikum begehbar ist. Historische Aufnahmen aus der aktiven Bergwerkzeit machen die damalige harte Arbeit unter Tag erlebbar. Mit Taschenlampen ausgerüstet, durften sich die Kinder auf Schatzsuche machen. Es galt, kleine Geschenke wie Ammoniten im Halbdunkel aufzuspüren – eine Aufgabe, welche die Kleinen mit sichtlichem Eifer lösten.

Der Verein Eisen und Bergwerke ist laufend daran, weitere Teilstrecken des Stollensystems zu sichern und zu öffnen. Ein Schwerpunkt der Arbeit bildet momentan die Verlängerung der Gleisanlage bis zum Stolleneingang. Dieses Teilstück, das mit einem grösseren baulichen Aufwand verbunden ist, soll bis zur Eröffnung der neuen Saison im April 2021 fertiggestellt werden.

Blick in die Erdgeschichte
Im Museum erhielten die Gäste der Hellen Nacht einen gerafften Einblick in die Millionen Jahre alte Erdgeschichte, das Leben im einstigen Urmeer, von dem die vielen Ammoniten zeugen. Bewunderung rief die bis 2021 laufende Ausstellung «Kristalle aus dem Bergwerk» bei vielen Gästen hervor – Staunen über Zeugen der erdgeschichtlichen Entwicklung, die von Vereinsmitglied Ernst Blum im Innern des Bergwerks geborgen wurden.

Mit dem Verlauf der ersten Hellen Nacht sind die Herznacher Organisatoren zufrieden, auch wenn die Corona-Pandemie in Bezug auf die Besucherzahl Schatten auf die Helle Nacht geworfen hat. (ghi)


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