Fällt der Schwimmanlass ins Wasser?

Fr, 09. Aug. 2019

Zweibrückenschwimmen zwischen Bad Säckingen und Mumpf

Es ist derzeit noch unsicher, ob das beliebte Zweibrückenschwimmen zwischen Bad Säckingen und Mumpf morgen durchgeführt werden kann. Wenn die Sicherheitsmassnahmen nicht eingehalten werden können, wird es abgesagt.

Livia Calabretti

Schon zum 34. Mal steht das Zweibrückenschwimmen zwischen Bad Säckingen und Mumpf morgen Samstag auf dem Programm. Der alljährliche Anlass wird von vielen Leuten aus der Region sehr geschätzt und begeistert auch Teilnehmer von weit her. Laut OK-Chef Daniel Winter von der SLRG Fricktal nehmen Leute aus Bad Ragaz, Graubünden, dem Elsass und sogar aus Berlin regelmässig an diesem sportlichen Anlass teil.

Bei schönem Wetter erwartet Winter 350 bis 450 Rheinschwimmer. Die Teilnehmer lassen sich ab 11 Uhr die 3,5 Kilometer vom Kraftwerk in Bad Säckingen bis zum Pontonierdepot in Mumpf am deutschen Ufer treiben.

Dieses Jahr sieht es aber ungünstig aus. Die Unwetter der letzten Tage gefährden die Sicherheit der Rheinschwimmer. Durch den vielen Regen führen die Reuss und die Aare viel Wasser und deren Eintritt in den Rhein verursacht eine Steigung des Wasserpegels. Je nachdem, wie hoch dieser ist, müssen die fünf Stauwehre in Bad Säckingen geöffnet werden, was in starken Strömungen rheinabwärts resultieren würde.

An erster Stelle steht die Sicherheit der Teilnehmer. «Ich gehe lieber kein Risiko ein. Das können andere machen, ich mache das nicht», betont Daniel Winter. «Wenn es nicht stattfinden kann, machen wir ein Minus. Aber das spielt keine Rolle. Mir ist es wichtiger, dass nichts passiert», fügt Winter an. Neben dem Wasserpegel und den Strömungen muss einiges beachtet werden. Die starken Strömungen reissen Holz und allerhand Dreck mit und verschmutzen somit das Wasser. Ausserdem spielen die Wassertemperaturen eine grosse Rolle. Ideal wären mindestens 21 Grad. Durch die Unwetter kühlt das Wasser natürlich ab.

Wenn die Temperaturen unter 18 Grad gehen, können nur sehr gut geübte Rheinschwimmer 3,5 Kilometer im Wasser aushalten. Bei weniger geübten Personen könne es zu Unterkühlungen und Krämpfen in den Beinen kommen, merkt Winter an.

Heute Freitag wird nochmals alles abgeklärt und kontrolliert. Dann wird die Entscheidung getroffen, ob es durchgeführt werden kann. Falls der Anlass stattfindet, sind rund 60 Helfer an der Arbeit. Für die Sicherheit der Schwimmer würden acht Rettungsboote der Deutschen Rettungsgesellschaft und des Technischen Hilfswerkes Bad Säckingen bereit sein. Ausserdem würden die Feuerwehren Bad Säckingen und Wallbach für einen unbeschwerten Badespass sorgen.

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