1500 Besucher am Abendschwinget

Di, 09. Jul. 2019

1500 Zuschauer am Abendschwinget in Möhlin

Ein starkes Teilnehmerfeld kämpfte am 19. Fricktaler Abendschwinget um den Tagessieg und das Rindli Melina. Der Schlussgang zwischen den beiden Freiämtern Andreas Döbeli und Joel Strebel endete vor 1500 Zuschauern ohne Resultat.

Hans Zemp

Ein starkes Teilnehmerfeld wie selten stand am diesjährigen Fricktaler Abendschwinget in Möhlin im Wettkampf. Neben drei Eidgenossen kämpften Aargauer Spitzenschwinger um Punkte und gute Platzierungen. Schon im Anschwingen assen die Eidgenossen hartes Brot. David Schmid stellte mit dem Nordostschweizer Gast Tobias Krähenbühl, und Patrick Räbmatter wurde vom starken Joel Strebel platt ins Kurzholz gebettet. Für den Fricktaler David Schmid blieb dies die einzige Punkteteilung. Seine folgenden Gänge entschied er alle mit der Standartnote zu seinen Gunsten und holte sich so den dritten Schlussrang. Der Zofinger Patrick Räbmatter liess sich im Anschwingen vom Freiämter Joel Strebel erwischen und stellte in der Folge gegen den Aarauer Oliver Hermann, bevor er vier Kreuzchen auf sein Notenblatt reihen konnte.

Nicht nach Erwartung lief es dem Unterthurgauer Eidgenossen Tobias Krähenbühl, der nach dem Remis gegen David Schmid in Andreas Döbeli und Tiago Vieira seine Bezwinger fand.

Döbeli und Strebel blieben unbezwingbar
Die beiden Freiämter Joel Strebel und Andreas Döbeli erwischten einen guten Tag. Döbeli holte sich mit fünf Siegen, darunter jenem gegen den starken Fricktaler Michael Mangold, seine Schlussgangqualifikation. Und auch Joel Strebel fand den Weg zu fünf Siegen in den ersten fünf Gängen. Ihm mussten sich neben dem Eidgenossen Räbmatter auch die drei Fricktaler Michael Mangold, Samuel Schmid und Luis Hasler beugen. Im Schlussgang über zwölf Minuten fand keiner der beiden Vereinskameraden ein Rezept, den andern zu erwischen. Mit dem Remis blieb Döbeli am Schluss vor Strebel. Für Andreas Döbeli wurde der Abendschwinget das erste Schwingfest, das er ohne Mithilfe anderer Schwinger wegen einem gestellten Schlussgang, wie dies am Aarauer Schachenschwinget der Fall war, in der Nordwestschweiz zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Er gab sich den auch entsprechend zufrieden und meinte, dass sein Sieg über Tobias Krähenbühl für ihn doch glücklich ausging und für ihn schön sei. Auf der Rigi und dem Weissenstein strebt er nun seinen ersten Bergkranz an.

Erfreuliche Fricktaler Schwingerarbeit
Der Helliker Michael Mangold gefiel einmal mehr mit starker Schwingerarbeit. Die beiden Schlussgangteilnehmer waren zwar in Möhlin stärker als er. Daneben liess er aber gar nichts mehr anbrennen. Mit ebenfalls vier Siegen im Kurzholz zeigte Luis Hasler einmal mehr, dass er auf dem besten Weg ist, sich trotz seiner jungen Jahre bei den Aktiven zurecht zu finden. Sein vierter Schlussrang erfreut. Martin Mangold brachte sein eigentliches Husarenstück mit seinem Sieg über den starken Aarauer Routinier Stephan Studinger. Nicht ganz nach Wunsch lief es Samuel Schmid. Dass er gegen Joel Strebel und Lukas Döbeli den Kürzeren zog, erstaunte nicht. Das Remis gegen den Zofinger Kornel Arnold schon eher. Auch die weiteren Fricktaler zeigten zum Teil sehr erfreuliche Schwingerarbeit. Pech hatten hingegen Steven Mrose, Yannik Körkel und Ivo Fricker, die die Segel wegen Unfall streichen mussten.

Nachwuchs gefiel teilweise sehr
Parallel zu den Aktiven stand auch der Schwingernachwuchs in vier Kategorien in den Zweikämpfen. Bei den Jahrgängen 04/05 belegten die Fricktaler Tobias Dünner und Aaron Jehle hinter dem Aarauer Florian Eisenring die Zweig berechtigenden Plätze zwei und drei. Nicht ganz so weit reichte es bei Eric Schmid und Aron Peter, die nur knapp dahinter blieben. In den Jahrgängen 08/09 reihte der Wegenstetter Tim Schreiber einen weiteren Sieg in sein Palmares. Bei den Jüngsten zeigte Jannick Mahrer mit seinem Ehrenplatz bereits erstaunlich Stärke. Auf das Coaching seines Vaters reagiert er gekonnt. Jonas Bühler holte sich ebenfalls Eichenlaub und zeigte damit eine erfreuliche Formkurve.

Und die Steinstösser
Dass die Fricktaler in dieser Sparte ein Wort mitzureden haben, zeigten sie auch in Möhlin. Den 70 Kilomocken stiess der Herznacher Simon Hunziker mit 3.85 Metern zum Sieg. Ihm folgten Martin Laimbacher aus Galgenen und Marco Leimgruber aus Herznach. Hunziker blieb auch bei den 20 Kilo ungeschlagen. Seine Stossweite von 8.29 Metern reichte zum Sieg. Ihm folgten Roger Leimgruber, Herznach, und Urs Hasler, Hellikon. Bei den Damen wusste Corina Obrist aus Zuzgen mit der gestossenen Weite des 12,5 Kilosteines von 6.54 Metern den Sieg in ihren Händen.

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